Eishockey: Sportminister Šťastný spricht mit Ministern und Verbandsvertretern über Cas-Entscheidung
Der tschechische Sportminister Boris Šťastný (Motoristé sobě) will mit Regierungskollegen und Verbandsvertretern über die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs Cas sprechen. Dieser hatte am Freitag angeordnet, dass russische Eishockey-Mannschaften wieder an internationalen Wettbewerben teilnehmen dürfen. Er werde das Gespräch suchen mit dem Vorsitzenden des tschechischen Eishockeyverbandes, Alois Hadamczik, dem Vizepräsidenten des Eishockey-Weltverbandes IIHF Petr Bříza sowie mit Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) und Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano), sagte Šťastný am Sonntag in einer politischen Talkshow des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehens (ČT).
Laut dem Sportminister dürfe den russischen Eishockeyspielern maximal ermöglicht werden, wie bei den Olympischen Spielen unter neutraler Flagge und ohne Nationalhymne zu starten. Das erste IIHF-Turnier, an dem wieder russische Sportler teilnehmen könnten, wäre die Männer-Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland. Šťastný hatte am Freitagabend eine offizielle Protestnote an den Cas wegen dessen Entscheidung geschickt.
Der IIHF hatte Russland nach dem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 von all seinen Wettbewerben ausgeschlossen. Als Grund nannte der Verband Sicherheitsbedenken. Dagegen hatte Russland vor dem Cas geklagt. Der IIHF ließ am Freitag in einer Reaktion verlauten, dass er mit der Entscheidung nicht übereinstimme, sie aber respektieren werde.