"Nohejbal"- Weltmeisterschaft in Tschechien

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Am vergangenen Wochenende fand im mährischen Prostejov die Weltmeisterschaft in einer Sportart statt, die international als Fußballtennis mehr oder weniger bekannt ist. Das Ballspiel, das in der ehemaligen Tschechoslowakei seinen Ursprung hat und hier "Nohejbal" genannt wird, erfreut sich heutzutage sowohl in Tschechien als auch in der Slowakei großer Beliebtheit. Mehr über dieses Sportspektakel erfahren Sie von Olaf Barth.

Vor 2500 erwartungsfrohen Zuschauern in der bis unter das Dach gefüllten Sporthalle in Prostejov fanden am Sonntagnachmittag die mit Spannung erwarteten Finals der 4. Weltmeisterschaften im Fußballtennis statt. Wie schon beim letzten Turnier vor zwei Jahren, standen sich in allen drei Endspielen Akteure der beiden überragenden Fußballtennis-Nationen Tschechien und Slowakei gegenüber. Die Gastgeber hatten es sich zum Ziel gesetzt, zumindest die beiden Goldmedaillen im Doppel- und Dreierwettbewerb zu verteidigen. Für das Einzel war zunächst Silber anvisiert, aber nach den überzeugenden Vorrundenergebnissen von Petr Bubniak wurde insgeheim auf Gold gehofft.

Die Zuschauer in der Halle fieberten bei jedem Ballwechsel mit und feierten begeistert jeden Punktgewinn ihres Landsmannes. Die Stimmung in der Halle war kurz vor dem Siedepunkt, als Bubniak beim Stande von 11:8 und 10:7 Matchball hatte. Hören Sie dazu ein Mitschnitt des Live-Kommentars von Lothar Martin:

Leider konnte dieser Jubel aus Sicht der Tschechen später nicht mehr überboten werden, da man sich sowohl im Doppel als auch im abschließenden Dreierwettbewerb den Slowaken geschlagen geben musste. Die Ballakrobaten aus Kosice und Bratislava haben sich damit erfolgreich für ihre beiden Niederlagen in den Finals der letzten WM revanchiert und avancierten somit zum erfolgreichsten Teilnehmerland des Turniers. Alle dritten Plätze belegten rumänische Akteure. Es waren insgesamt elf Nationen am Start, darunter auch Spieler aus Österreich und der Schweiz. Deutschland hingegen nahm nicht an der WM teil.

Autor: Olaf Barth
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