Oscar-Gewinner Talankin besucht Filmfestival in Český Těšín – mit seiner wiederentdeckten Trophäe

Der russische Dokumentarfilmregisseur und Oscar-Preisträger, Pawel Talankin, hat am Sonntag an dem Filmfestival „Das Kino an der Grenze“ (Kino na hranicích) in der tschechisch-polnischen Doppelstadt Český Těšín / Cieszyn teilgenommen.

In einer Debatte sagte er, er glaubt, eines Tages nach Hause zurückkehren zu können. Jetzt sei es aber nicht möglich, er würde im Gefängnis landen, so Talankin. Der Lehrer aus der russischen Stadt Karabasch musste seine Heimat verlassen und lebt nun seit einem Jahr in Tschechien, wo er politisches Asyl erhielt.

Talankin kommentierte auch den Verlust der Oscar-Statue für seinen Film „Mr. Nobody Against Putin“ durch die Fluggesellschaft Lufthansa, den er für einen Zufall hält. Er glaube nicht an Verschwörungstheorien, etwa dass es sich um eine Aktion des russischen Geheimdienstes gehandelt habe, sagte er gegenüber der Presseagentur ČTK. Die Oscar-Statue war nach einem Flug von New York nach Frankfurt am Main zwischenzeitlich nicht mehr auffindbar.

Die tschechisch-dänische Koproduktion „Mr. Nobody Against Putin” des Regisseurs Pawel Talankin gewann in diesem Jahr den Oscar für den besten Dokumentarfilm.