Preise für herausragende Leistungen im Kulturbereich ohne Live-Fernsehübertragung verliehen
Die feierliche Verleihung der Preise für hervorragende Leistungen im Kulturbereich hat am Sonntagabend in Prag in einem kleinen Format, ohne Live-Fernsehübertragung und mit einer begrenzten Zahl von Gästen stattgefunden. Einige der Preisträger nahmen an der Veranstaltung im Suk-Saal des Rudolfinums nicht teil. Kulturminister Oto Klempíř (parteilos) hat sich entschuldigt.
Mit dem Preis des tschechischen Kulturministeriums wurde Helena Bezděk Fraňková für ihre Verdienste um die tschechische Audiovision geehrt. Das Kulturministerium würdigte des Weiteren den Theaterfotografen und Pädagogen Josef Ptáček, die Musikpublizistin Vlasta Reittererová, die Malerin und Fotografin Anna Daučíková und posthum den Filmregisseur Juraj Herz. Den Staatspreis für Literatur erhielt Václav Jamek für seinen Roman „Rok s ostatními sirotky“. Stanislava Pošustová-Menšíková gewann den Preis für eine zeitlose Übersetzung der Trilogie „Herr der Ringe“.
Vor der Veranstaltung machte eine Gruppe von Menschen vor dem Rudolfinum darauf aufmerksam, dass die Zeremonie in einem kleinen Format stattfindet. Unter ihnen war auch die Trägerin des Staatspreises für das Übersetzerwerk vom vergangenen Jahr und Vorsitzende des Übersetzerverbands, Anežka Charvátová. Sie hielt ein Transparent in der Hand, auf dem stand „Demission des Kulturministers“. Im vergangenen Jahr wurden die Preise im Prager Ständetheater verliehen.