Schriftstellerin und Kunsthistorikerin Věra Linhartová gestorben
Die Schriftstellerin, Übersetzerin und Kunsthistorikerin Věra Linhartová ist im Alter von 88 Jahren in Paris gestorben. Das gab die tschechische Tageszeitung Deník N unter Berufung auf ihr Umfeld bekannt.
Linhartová gehörte in der Tschechoslowakei zur Gruppe der sogenannten „36er“ – einer einflussreichen Gruppe von Kulturschaffenden um den späteren Staatspräsidenten Václav Havel sowie um Josef Topol und Jan Zábrana. Sie studierte Kunstgeschichte an der Masaryk-Universität in Brno / Brünn. Nach dem Studium arbeitete sie beim Denkmalschutz. Seit der Mitte der 1960er Jahre begann sie sich der Literatur systematisch zu widmen. 1968 emigrierte Linhartová nach Paris. Seitdem schrieb sie nur französisch. 1998 wurde sie mit dem Jaroslav-Seifert-Literaturpreis ausgezeichnet.