Slowakei liefert Verdächtige wegen Brandanschlags auf Rüstungsunternehmen an Tschechien aus

Die slowakische Polizei hat am Donnerstag eine US-Amerikanerin, die sie im Zusammenhang mit dem terroristischen Anschlag in Pardubice festgenommen hatte, an ihre tschechischen Kollegen übergeben. Dies gab die Polizei auf X bekannt. Das Bezirksgericht in Pardubice soll nun entscheiden, ob die Frau hierzulande in Untersuchungshaft genommen wird. Nach vorliegenden Informationen wurden in Tschechien, Polen, der Slowakei und Bulgarien bisher zehn Verdächtige in diesem Fall festgenommen, von denen fünf Personen in U-Haft geschickt wurden.

Auf dem Gelände des Rüstungskonzerns LPP Holding, der unter anderem Drohnen für die Ukraine herstellt, war es am 20. März in den frühen Morgenstunden zu einem Brandanschlag gekommen. Zur Attacke bekannte sich die propalästinensische Gruppe „Earthquake Faction“. Sie begründete den Angriff mit der angeblichen Kooperation des Waffenherstellers mit der israelischen Firma Elbit Systems. Laut der LPP Holding kam es aber letztlich nicht zu der Zusammenarbeit.