Streit um Verteidigungsausgaben: Staatspräsident Pavel und Verteidigungsminister Zůna äußern sich
Tschechien erfüllt weder die Höhe Verteidigungsausgaben, zu der es sich in der Nato verpflichte hat, noch die Militärkapazitäten, die demnach bereitgestellt werden sollen. Dies kritisierte Staatspräsidenten Petr Pavel am Montag auf der Konferenz „Money, Money, Money“, die in Prag vom Privatfernsehsender CNN Prima News ausgerichtet wurde. Pavel sagte weiter, wenn alle Nato-Mitglieder so handeln würden wie Tschechien, wäre die gemeinsame Verteidigung nicht funktionstüchtig.
Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hatte am Sonntag eingestanden, dass der tschechische Verteidigungshaushalt dieses Jahr unter der Nato-Vorgabe von zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegen werde. Zum Thema sagte Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos) bei der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung am Montag, dass er sich nun Babišs Idee eines neuen Militärkrankenhauses in Prag widmen werde.