In Terezín fand traditioneller Gedenkakt statt

Auf dem Nationalfriedhof in Terezín / Theresienstadt hat am Sonntag der traditionelle Gedenkakt stattgefunden. Die Vorsitzende des Abgeordnetenhauses Markéta Pekarová Adamová (Top 09) sagte, es sei eine moralische Pflicht der Menschen, daran zu erinnern, was in Terezín und an weiteren ähnlich tragischen Orten geschehen sei. Es ist laut der Politikerin notwendig, gegen diejenigen zu kämpfen, die vergessen und den Holocaust relativieren wollen. Der Nazi-Opfer haben anlässlich des 79. Jahrestags des Kriegsendes Politiker, Diplomaten sowie die Öffentlichkeit gedacht. Über ihre Erinnerungen erzählte die Holocaust-Überlebende Dita Krausová. In Theresienstadt verbrachte sie 13 Monate, danach wurde sie mit ihren Eltern ins KZ Auschwitz verschleppt. Im März 1945 wurde sie nach Bergen-Belsen deportiert. Nach einigen Tagen wurde das KZ von der britischen Armee befreit. Mit 16 Jahren kehrte sie nach Prag zurück. Mit ihrem Mann zog sie nach Israel. Seit dem Tod ihres Mannes lebt sie abwechselnd in Prag und in Israel.

An der Gedenkveranstaltung nahmen auch Staatspräsident Petr Pavel, der Senatsvorsitzende Miloš Vystrčil (Bürgerdemokraten), einige Minister, Parlamentarier und Vertreter von Institutionen und Vereinen teil. Der Direktor der Gedenkstätte Terezín, Jan Roubínek, erinnerte während der Eröffnung der Gedenkveranstaltung an den Terrorangriff der Hamas auf Israel und an Russlands Krieg gegen die Ukraine.

Eine Originalthorarolle aus der nicht mehr existierenden Synagoge in der slowakischen Stadt Šaľa wurde am Sonntag dem Direktor der Gedenkstätte Terezín überreicht. Das wertvolle Dokument wurde der Gedenkstätte vom slowakischen Honorarkonsul in Bad Homburg, Imrich Donath, geschenkt.