Türen in Theresienstadt: Fotoprojekt von Berliner Künstlerduo
Clara Taborda und Peter Baer, zwei Künstler aus Berlin, haben alle Türen in Terezín (früher Theresienstadt) fotografiert. Ab Donnerstag ist ihre Installation zu sehen.
Die Fotoschau trägt den Titel „Pohlednice z Terezína / Postkarte aus Theresienstadt“ und findet in der Zelle Nummer 42 in der Kleinen Festung statt. Auf dem Gelände hatte die Gestapo 1940 bis 1945 ein Gefängnis für Gegner des NS-Regimes betrieben. Stanislav Lada, der Sprecher der heutigen Gedenkstätte, sagte gegenüber der Presseagentur ČTK:
„Das Künstlerduo aus Berlin hat mehrere Monate lang mit einem analogen Fotoapparat sämtliche Türen und Tore von Terezín aufgenommen. Alles konnte in dieser einen Zelle untergebracht werden. Es ist wie eine Art Kopie der Stadt.“
Weiter heißt es, die Schöpfer erzählen anhand der Fotos die Geschichte von Terezín, wo vor dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche Juden gelebt haben. Die Türen würden die Schicksale jener Menschen in sich tragen, die einst durch sie hindurchgegangen sind. Das mache die Pforten zu Zeitzeugen, so Taborda und Baer.
Die ausgestellten Fotografien sind alle mit den zugehörigen Adressen versehen. Außerdem erfahren die Besucher mehr darüber, was sich in den Gebäuden zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs befand und wozu sie damals dienten.
Die Vernissage der Installation „Pohlednice z Terezína / Postkarte aus Theresienstadt“ findet am Donnerstag, 28. Mai, um 14 Uhr statt. Die Ausstellung dauert bis 31. Dezember.







