Trotz des Massenstreiks: Tschechiens Premier Babiš hält an Abschaffung der Rundfunkgebühren fest

Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) zeigt sich unbeeindruckt von den massiven Protesten bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Er erklärte am Mittwoch vor Journalisten, dass er den Streik und die Demonstrationen zwar als gutes Recht der Bürger zur Kenntnis nehme, die Pläne der Regierungskoalition aus den Parteien Ano, „Freiheit und direkte Demokratie“ und Motoristé sobě sich jedoch nicht ändern würden. Die Regierung werde ihr Programm wie geplant umsetzen und die Rundfunkgebühren für Bürger und Unternehmen abschaffen, so Babiš.

Am Dienstag hatte eine historische Streikwelle die beiden öffentlich-rechtlichen Sender des Landes erfasst. Die Beteiligung war nach Angaben der Organisatoren enorm: Beim Fernsehen Česká televize (ČT) legten 2257 der rund 2.900 Mitarbeiter die Arbeit nieder. Beim Hörfunk Český rozhlas (ČRo) beteiligten sich mit 1376 Angestellten und Externen sogar fast die gesamte Belegschaft von etwa 1380 Personen am Ausstand.