Tschechien erinnert an Niederschlagung des Prager Frühlings vor 56 Jahren

In Tschechien wird am heutigen Mittwoch an den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes vor 56 Jahren erinnert. In Liberec / Reichenberg, Brno / Brünn und weiteren Städten finden Gedenkakte statt, bei denen der Opfer der Niederschlagung des Prager Frühlings im Jahr 1968 gedacht wird.

Die zentrale Kranzniederlegung wurde am Mittwochvormittag traditionsgemäß vor dem Gebäude des Tschechischen Rundfunks in Prag abgehalten. Zugegen waren führende Mitglieder der Regierung sowie weitere Vertreter des politischen und gesellschaftlichen Lebens. Senatspräsident Miloš Vystrčil (Bürgerdemokraten) betonte in seiner Rede, das Land könne stolz darauf sein, dass am 21. August 1968 Zehntausende Menschen in die Straßen gegangen sind, um ohne Waffen gegen die Panzer und Maschinengewehre zu protestieren. Präsident Petr Pavel schlug die Brücke zum gegenwärtigen Angriffskrieg Russlands in der Ukraine. Die Geschichte habe leider die Tendenz sich zu wiederholen, sagte das Staatsoberhaupt mit Blick auf die gegenwärtigen Ereignisse.