Tschechien setzt Änderungen bei EU-Plänen für Emissionshandel ETS2 durch

Die Europäische Kommission hat einen Änderungsvorschlag Tschechiens angenommen für die geplante Ausweitung des Emissionshandels, die den Namen ETS2 trägt. Beim Treffen der EU-Klimaminister in Luxemburg hat EU-Kommissar Wopke Hoekstra am Dienstag einen konkreten Vorschlag für eine Neuformulierung des bisherigen Gesetzesentwurfes vorgelegt. Darüber informierte der tschechische Umweltminister Petr Hladík (Christdemokraten) auf X und sprach von einem Erfolg für Tschechien.

Bisher gilt das europäische Emissionshandelssystem (ETS) für Kraftwerke und Industrieunternehmen. ETS2, das ab 2027 gelten soll, wird auf den Straßenverkehr und die Beheizung von Privathaushalten ausgeweitet. Mit den Änderungsvorschlägen, die Tschechien mit Unterstützung von 18 weiteren EU-Ländern im Juli bei der Europäischen Kommission eingereicht hatte, sollen hohe Mehrkosten für Kraftstoffe und Wohnen vermieden werden, so die Argumentation. Die Preise für die Emissionszertifikate würden damit stabilisiert und vorhersehbarer, schreibt Hladík auf X.