Tschechien wird mehr Soldaten nach Afghanistan entsenden

Die Zahl der in Afghanistan stationierten tschechischen Soldaten wird nächstes Jahr wahrscheinlich doppelt so hoch wie jetzt sein. Die Tschechische Armee wird nämlich die Kontrolle über den Flughafen in Kabul übernehmen. Das sagte der stellvertretende Generalstabschef der Tschechischen Armee Emil Pupis am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur CTK. Einige sozialdemokratische und kommunistische Parlamentarier haben Einwände gegen den Einsatz tschechischer Soldaten in Afghanistan. Verteidigungsminister Karel Kühnl betonte, dass die ökonomische Entwicklung im Land nicht gestartet werden kann, wenn die Region unstabil ist. Die Kontingente der tschechischen Soldaten, die im Kosovo, in Bosnien-Herzegowina und im Irak stationiert sind, sollen nächstes Jahr ungefähr gleich stark wie bisher bleiben.

Neueste Nachrichten

  • Brünn beginnt mit Bau eines Feldlazaretts

    26.10.2020

    Auf dem Messegelände von Brno / Brünn ist am Montag mit dem Bau eines Feldlazaretts begonnen worden. Die Einrichtung solle als Notkrankenhaus für Corona-Patienten dienen, falls die Bettenkapazitäten in den Kliniken der Stadt und des Kreises ausgeschöpft seien, sagte die Brünner Oberbürgermeisterin Markéta Vaňková (Bürgerdemokraten).

    Das Feldlazarett soll 300 Betten erhalten. In Prag wurde in den vergangenen Tagen bereits eine erste solche Einrichtung aufgebaut, sie soll insgesamt 500 Patienten Platz bieten.

    Autor: Till Janzer
  • Immer mehr tschechische Ärzte und Pflegekräfte erkranken an Corona

    26.10.2020

    Immer mehr tschechische Ärzte und Pflegekräfte erkranken an Corona. Mittlerweile liege die Zahl bei 13.000, wie Ärztekammer-Präsident Milan Kubek am Montagmorgen in den Inlandssendungen des Tschechischen Rundfunks sagte. Das bedeutet 7,8 Prozent des gesamten medizinischen Personals in Tschechien, wie aus den Zahlen des Statistikamtes hervorgeht.

    Laut Kubek seien in der Zahl jene nicht erfasst, die wegen des Kontakts mit einem Infizierten in Quarantäne müssten. Diese Ärzte und Pflegekräfte würden seit einiger Zeit weiter zur Arbeit gehen, so der Verbandspräsident. Um gegen den Personalnotstand anzukämpfen, haben zahlreiche tschechische Kliniken bereits Medizinstudenten als Aushilfskräfte eingestellt.

    Autor: Till Janzer
  • Tschechische Schüler haben die ganze Woche unterrichtsfrei

    26.10.2020

    Die tschechischen Schüler haben diese Woche komplett frei. Das Bildungsministerium hat für Montag und Dienstag wegen der Coronavirus-Pandemie den Unterricht gestrichen. Da am Mittwoch ein Staatsfeiertag ist und am Donnerstag und Freitag Herbstferien, findet der nächste Unterricht erst wieder am Montag kommender Woche statt.

    Wegen der stark steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen besteht seit 14. Oktober in Tschechien nur noch Fernunterricht. Diese Maßnahme gilt vorerst bis 1. November. Allerdings dürfte das Verbot des Präsenzunterrichts wohl verlängert werden.

    Autor: Till Janzer
  • Tennis: Sabalenka gewinnt Hallenturnier in Ostrau

    26.10.2020

    Die Tennisspielerin Aryna Sabalenka hat das WTA-Turnier in Ostrava / Ostrau gewonnen. Im rein weißrussischen Finale besiegte sie Victoria Azarenka mit 6:2 und 6:2. Wegen der Corona-Auflagen wurde das Hallenturnier ohne Zuschauer ausgetragen.

    Für die tschechischen Tennisspielerinnen lief es in Ostrau nicht sonderlich gut. Im Einzel war spätestens im Achtelfinale Schluss. Und im Doppel mussten sich Barbora Krejčíková und Kateřina Siniaková vom Halbfinale abmelden, weil Krejčíková erkrankt war.

    Autor: Till Janzer
  • Coronavirus: Höchste Zahl an Neuinfektionen an einem Sontag in Tschechien

    26.10.2020

    Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Sonntag in Tschechien erstmals nach fünf Tagen wieder unter 10.000 gesunken. Es wurden 7301 Menschen positiv auf das Virus getestet. Allerdings war dies die höchste Zahl an einem Sonntag seit dem Ausbruch der Epidemie. Dies geht aus den aktuellen Daten des Gesundheitsministeriums hervor.

    Insgesamt sind hierzulande derzeit 158.515 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die meisten von ihnen haben nur geringe Krankheitssymptome oder sind symptomfrei. Dennoch ist in den vergangenen Tagen sowohl die Zahl der schweren Krankheitsfälle als auch der Todesfälle deutlich angestiegen. 2201 Menschen starben bisher in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, davon ein Drittel in der vergangenen Woche.

    Autor: Till Janzer
  • Babiš kündigt weitere Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen an

    25.10.2020

    Falls kein Wunder geschehe, werde die tschechische Regierung die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronovirus noch verschärfen müssen. Das sagte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Sonntag in einer Videobotschaft auf Youtube. Erneut rief er die Menschen im Land dazu auf, die Vorschriften einzuhalten. Für die seit Donnerstag geltenden Restriktionen gäbe es zu viele Ausnahmen, so Babiš weiter. Er kündigte auch an, vom Gesundheitsministerium ein Projekt zur schnelleren Kontaktverfolgung und Testung einfordern zu wollen.

    Der noch amtierende Minister Roman Prymula (parteilos) hatte am Sonntag im Tschechischen Fernsehen ebenfalls von einer Verschärfung der Maßnahmen gesprochen, wenn bis Dienstag die Tageszahlen an Corona-Neuinfektionen nicht zurückgehen. Wenn sie dann nicht erweitert werden, könnten die aktuell geltenden Einschränkungen noch bis Weihnachten gelten, so Prymula.

  • Ökonom: Tschechien hat derzeit keinen Finanzhaushalt

    25.10.2020

    Das tschechische Finanzministerium hat keinen Überblick über die staatlichen Geldmittel, somit hat der Staat aktuell keinen Haushalt. Das sagte der Ökonom und ehemalige Vizegouverneur der tschechischen Nationalbank, Mojmír Hampl, am Sonntag in einer Diskussionssendung des privaten Fernsehsenders CNN Prima News. Er halte es für unverantwortlich, dass die anstehende makroökonomische Prognose vom November auf den Januar verschoben wurde, so Hampl weiter. Laut der Finanzministerin Alena Schillerová (parteilos) könne in der jetzigen Zeit großer Unsicherheit keine Prognose gemacht werden.

    Der Begriff Haushalt beinhalte eine vernünftige Schätzung über die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben. Diese gäbe es derzeit nicht, sagte Hampl, der außerdem Gründungsmitglied der Plattform KoroNERV-20 ist. Das Finanzministerium habe seiner Ansicht nach keine Vorstellung darüber, wie es weiter verfahren werde.

  • Das Wetter für Montag, den 26. Oktober

    25.10.2020

    Am Montag ist es in Tschechien meist bedeckt. Gebietsweise klart es etwas auf, vor allem in den Hochlagen. Vereinzelt kann es regnen oder nieseln. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 10 bis 14 Grad Ceslius. Dort, wo die Sonne durchkommt, können es auch 16 Grad Celsius werden.

  • Deutsch-tschechische Cembalistin Willi neue Chefin der Brünner Musikfakultät

    25.10.2020

    Die Cembalistin und Pianistin Barbara Maria Willi wird neue Dekanin der Musikfakultät an der Janáček-Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Brno / Brünn. Darüber hat der akademische Senat am Freitag in geheimer Abstimmung entschieden.

    Die deutschstämmige Willi hatte bei der Bewerbung um das vierjährige Amt nur einen Gegenkandidaten. Sie bekam fünf von neun Stimmen. Bisher hat sie an der Fakultät die Abteilung für Orgel- und historische Musik geleitet.

  • In Tschechien treffen Beatmungsmaschinen aus verschiedenen Ländern ein

    25.10.2020

    Die tschechische Feuerwehr nimmt am Sonntag 150 Lungenbeatmungsmaschinen aus Ungarn entgegen. Sie sollen für Patienten mit einer Corona-Infektion eingesetzt werden. Der zentrale Krisenstab wird sie je nach Bedarf an die hiesigen Krankenhäuser verteilen.

    Schon am Samstag ist im Land eine Lieferung von 30 Beatmungsmaschinen eingetroffen. Sie stammen aus den Krisenvorräten der EU in Rumänien. Weitere solcher Geräte werden in nächster Zeit aus den Niederlanden, Österreich und aus den Nato-Beständen nach Tschechien geliefert.

    Gesundheitsminister Roman Prymula (parteilos) hatte am Donnerstag bekanntgegeben, dass das Land insgesamt 600 Beatmungsmaschinen kaufen und 60 als Leihgabe oder Spende bekommen wird. Das Kabinett hat die dafür nötigen Finanzmittel von 406 Millionen Kronen (14,9 Millionen Euro) auf 700 Millionen (25,7 Millionen Euro) aufgestockt.