Tschechisch gesagt: Bewege dein Skelett!

Im Sprachkurs wollen wir an unsere vorangegangene Folge anknüpfen. Gleichzeitig passt das Thema aber auch ganz gut zu Halloween. Nach den Knochen geht es nämlich um das Skelett.

Wie schon bekannt, heißt ein Knochen auf Tschechisch – kost. Die Gesamtheit aller Knochen im Körper bildet das Skelett – kostra. Die Knochen müssen in einem Skelett aber irgendwie zusammengehalten werden. Das geschieht durch Gelenke – klouby, Bänder – vazy sowie Muskeln – svaly mit ihren Sehnen – šlachy.

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Die bekanntesten Knochen, aus denen ein Skelett besteht, sind etwa der Schädel – lebka, die Wirbelsäule – páteř, die Rippen – žebra, das Schulterblatt – lopatka und das Becken – pánev. Zu den langen Knochen zählen der Oberschenkelknochen – stehenní kost, der Schienbeinknochen – holenní kost und das Wadenbein – lýtková kost sowie der Oberarmknochen – pažní kost, die Elle – loketní kost und die Speiche – vřetenní kost. Wenn ein Knochen bricht, spricht man von einem Knochenbruch – zlomenina beziehungsweise Fraktur – fraktura. In der Umgangssprache sagt man aber nicht, ich habe einen Knochen gebrochen, sondern zum Beispiel: „Ich habe einen Bein gebrochen“ – zlomil jsem si nohu.

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Zurück nun zum Skelett – kostra. Das Wort wurde erst Anfang des 19. Jahrhunderts ins Tschechische eingeführt und ersetzte die bis dahin üblichen Begriffe – kostlivec und koštěnec. Der letztgenannte ist aus dem Sprachgebrauch völlig verschwunden. Das Wort – kostlivec wird aber bis heute verwendet, und zwar für einen Knochenmann beziehungsweise Sensenmann. In der Regel wird er eben mit einer Sense – kosa dargestellt und dann auch als – smrtka bezeichnet.

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Hat man „ein Skelett im Schrank“ – mít kostlivce ve skříni, entspricht das dem deutschen Ausdruck, „eine Leiche im Keller“ zu haben. Man verbirgt also ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit. Und will man jemanden zur Eile mahnen, sagt man: Bewege dein Skelett! – Pohni kostrou! oder aber auch Hejbni kostrou! Auf Wiederhören! Na slyšenou!

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