Tschechisch - schweizerische Kooperation in Nordmähren

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Die Aufgabe von Diplomaten ist es, nicht nur geistreich an noblen Empfängen small talk zu führen, oder touristisch attraktive Regionen des Gastlandes zu geniessen. Diplomaten können und müssen auch ganz anders. Marcela Pozarek berichtet.

Vergangene Woche besuchte der schweizerische Botschafter Nordmähren um sich vor Ort ein Bild von der durch hohe Arbeitslosigkeit gebeutelten Industrieregion zu machen. Bei einem Treffen mit dem Bürgermeister der nordmährischen Metropole Ostrava, Ostrau Evzen Tosenovsky kamen vor allem attraktive Investitionsmöglichkeiten für Schweizer Unternehmen in der Region zur Sprache. Botschafter Johann Bucher reiste aber auch fast bis an die nordöstliche Grenze der Republik, dort nämlich liegt das Städtchen Orlova, das eine Städtepartnerschaft mit der schweizerischen Gemeinde Illnau - Effretikon verbindet. In einer gemeinsamer Initiative will man das Problem der maroden Plattenbausiedlungen angehen. Diesbezügliche Projekte sind zur Zeit in Orlova ausgestellt und Botschafter Bucher weilte an der Vernissage. Wie so oft mangelt es vorerst noch an Geld um das Plattenbausanierungsprojekt zu realisieren, aber auch da will man sich gemeinsam an den Tisch setzen. Die Region Ostrau ist aber über ausländischen Besuch hoch erfreut. Die Sprecherin des Rathauses in Ostrava, Jolanda Pilarova geht davon aus, dass die nordmährische Region für künftige Investoren attraktiv ist, haben doch in kurzer Zeit bereits fünf verschiedene Botschafter das Industriegebiet besucht.

Autor: Marcela Pozarek
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