Tschechischer Präsident Pavel: Emotionale Meinungsäußerungen schaden der V4

Emotionale Meinungsäußerungen zum Visegrád-Format (V4), also dem Zusammenschluss Tschechiens, Polens, der Slowakei und Ungarns, sind nach Ansicht von Petr Pavel von beiden Seiten des Spektrums schädlich. Die vier Länder hätten mehr gemeinsam, als dass sie etwas trennen würde, sagte der tschechische Präsident am Mittwoch bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen der V4-Staatsoberhäupter in Ungarn. Sein slowakischer Amtskollege Peter Pellegrini äußerte zudem, die Dynamik des V4-Formats müsse erneuert werden, da es seit langem eine nüchterne Stimme bei der Formulierung der EU-Politik darstelle.

Er betrachte es als positiv, dass in der V4 der Wille bestehe, über unterschiedliche Sichtweisen auf die Außen- oder Sicherheitspolitik der EU zu sprechen, betonte Pavel. Zwischen den vier Ländern gab es in der Vergangenheit etwa Unstimmigkeiten über die Unterstützung für und Waffenlieferungen an die Ukraine.