Tschechischer Staatspräsident warnt vor Vertrauensverlust unter den Verbündeten

Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel hat sich am Sonntagabend im Gespräch für das öffentlich-rechtliche Tschechische Fernsehen zu mehreren aktuellen Fragen geäußert. Er warnte vor dem Vertrauensverlust unter den Verbündeten wegen niedrigerer Verteidigungsausgaben. Diese sollen laut der Regierung in diesem Jahr nur 1,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreichen.

Der Präsident bezeichnete des Weiteren die Behauptungen der Regierungskoalition, dass er an der Spitze der Opposition stünde, als Unsinn. Er merkte an, seine Ansichten ähnelten zwar denen des vorherigen Kabinetts von Petr Fiala (Bürgerdemokraten), in einigen Punkten habe er jedoch eine andere Meinung gehabt. Genauso sei es mit den Schritten der jetzigen Regierung, so Pavel. Er betonte, er wolle mit dem Kabinett korrekte und sachliche Beziehungen haben.

Pavel bekräftigte in dem Gespräch, dass er bei ausreichender Unterstützung seitens der Bürger und guter Gesundheit ernsthaft in Erwägung ziehe, für eine zweite Amtszeit als Präsident zu kandidieren. Das Interview fand anlässlich seines dritten Amtsjahres als Staatsoberhaupt statt.