Weißrussischer Aktivist erhält Václav-Havel-Menschenrechtspreis
Der inhaftierte weißrussische Politaktivist Ales Bjaljazki hat den erstmals verliehenen Václav-Havel-Menschenrechtspreis erhalten. Das gab der Europarat am Montag bekannt. Der Preis, benannt nach dem verstorbenen ehemaligen Präsidenten der Tschechischen Republik Václav Havel, wurde vom Europarat in Zusammenarbeit mit der Václav-Havel-Bibliothek und der Charta-77-Stiftung in diesem Jahr das erste Mal vergeben. Ales Bjaljazki wurde aus 27 Kandidaten ausgesucht wegen seines unermüdlichen Einsatzes bei der Verteidigung der Menschenrechte in Weißrussland. Den mit 60.000 Euro dotierten Preis nahm Bjaljazkis Frau entgegen.
Bjaljazki gründete 1996 in Minsk die NGO Wesna, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, politische Gefangene und ihre Familien zu unterstützen. Im Jahr 2011 wurde er wegen angeblicher Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe in Höhe von viereinhalb Jahren verurteil, die der 51-Jährige in einem Straflager verbüßt. Bereits 2012 war er für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden.