Wirtschafts-Wochenüberblick 5. bis 11. Februar

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Auch in der zurückliegenden Woche wurden aus der tschechischen Wirtschaft wieder Daten und Bilanzen zum Jahr 2013 veröffentlicht. Die interessantesten davon sind im aktuellen Wirtschafts-Czech zusammengefasst, es sind Meldungen vom 5. Februar bis zum 11. Februar 2014.

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Die Tschechische Republik haben im vergangenen Jahr mehr als 7,3 Millionen ausländische Touristen besucht. Das ist die höchste Zahl in der Geschichte des Landes. Nach Information der Agentur CzechTourism kamen die meisten Gäste erneut aus Deutschland. Aber ein deutlicher Anstieg wurde im vergangenen Jahr bei Touristen aus Brasilien, Russland und China verzeichnet. Die Chinesen sind auch am spendabelsten, sie geben die höchsten Geldbeträge in den hiesigen Geschäften aus.


Apropos Geldausgeben. Die Umsätze im Einzelhandel sind im vorigen Jahr um zirka 1 Prozent gestiegen. Das gab das Tschechische Statistikamt am vergangenen Mittwoch bekannt. Die Zuwächse sind vor allem auf den Anstieg der Verkäufe von Fahrzeugen und deren Reparaturen zurückzuführen. Hierbei seien die Umsätze sogar um 3,7 Prozent nach oben geschnellt, so das Statistikamt.

Im Gegensatz dazu gingen die Umsätze beim Brennstoffverkauf, beim Handel mit Medikamenten sowie allgemein im Gesundheitswesen zurück. Auch für Lebensmittel gaben die Tschechen 2013 etwa 1,1 Prozent weniger aus.


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Auch der tschechische Export hat wieder eine neue Rekordmarke erreicht. Die Firmen führten im vergangenen Jahr Waren im Gesamtwert von 3,157 Billionen Kronen (116 Milliarden Euro) aus. Dies sei so viel wie noch nie zuvor in einem Jahr gewesen, gab der Verband tschechischer Exportfirmen am vergangenen Donnerstag bekannt.

Bei den Einfuhren betrug der Zuwachs im Jahresvergleich 2,8 Prozent, bei den Ausfuhren wurde ein Plus von 1,4 Prozent registriert. Vor allem im Dezember gab es einen großen Sprung: Der Export stieg um 18,3 Prozent, der Import um 16,8 Prozent. Nach Aussagen von Wirtschaftsanalytikern, spiegle sich in diesen Zahlen der Effekt der Deviseninterventionen wieder. Die Tschechische Nationalbank hatte Anfang November 2013 mit dem Verkauf von Reserven begonnen. Dadurch fiel der Wert der tschechischen Krone, ein Euro wird seitdem für etwa 27,5 Kronen gehandelt, vordem lag der Kurs bei 1:25.


Milan Hovorka (Foto: ČT24)
Im tschechischen Außenhandel hat sich auch der Export nach Russland sehr gut entwickelt. Innerhalb von zehn Jahren – von 2003 bis 2013 – hat sich das Exportvolumen ebenso verzehnfacht. Im vergangenen Jahr erreichte es den Marktwert von umgerechnet 4,4 Milliarden Euro. Drei Viertel des tschechischen Exports nach Russland machen dabei Maschinen und Verkehrsmittel aus. Das gab der stellvertretende Minister für Industrie und Handel, Milan Hovorka, am Dienstag bei einem Treffen von Vertretern beider Länder im Olympia-Fanpark auf der Prager Letná-Höhe bekannt. Das Wirtschaftsministerium hat dort einen Meeting-Point eingerichtet, bei dem regelmäßig Vertreter von Branchenverbänden, Handelskammern sowie der russischen Botschaft in Tschechien gastieren. Darüber hinaus stellen sich in diesen Tagen mehrere tschechische Firmen direkt in der russischen Olympiastadt Sotschi vor. Dies geschieht unter dem Motto „Česká stopa 2014“ (Tschechische Spur 2014) und wird vom Ministerium für Industrie und Handel zusammen mit dem Tschechischen Olympischen Komitee durchgeführt.


Archiv der Firma Český porcelán
Eine weitere erfreuliche Nachricht kommt aus der Porzellanindustrie. Hier hat die Firma Český porcelán (Böhmisches Porzellan) die Krise überwunden, in die sie im Jahr 2010 geschlittert war. Als einer von vier Herstellern des traditionellen Zwiebelmusterporzellans in der Welt exportiert sie ihre Produkte vor allem nach Fernost und in den vergangenen Jahren auch wieder mehr nach Russland. Die Fabrik hat ihren Sitz in Dubí / Eichwald in Nordböhmen. Auf dem tschechischen Markt konnte sie jüngst ihren Absatz von 34 auf 40 Prozent erhöhen.