Automobilzulieferer Mubea baut sein Werk in Mähren aus

Mubea (Foto: Archiv des Olmützer Kreises)

Der deutsche Automobilzulieferer Mubea (Muhr und Bender Kg) hat den Ausbau seines Werkes im mährischen Prostějov angekündigt. Wie der Geschäftsführer der tschechischen Niederlassung, Miroslav Mikula, am Donnerstag mitteilte, sind Investitionen von über einer Milliarde Kronen (36 Millionen Euro) und die Schaffung von 500 Arbeitsplätzen vorgesehen.

Mubea (Foto: Archiv des Olmützer Kreises)
Mubea ist seit 1998 in Prostějov ansässig und hat vor Ort bereits 3,1 Milliarden Kronen (113 Millionen Euro) investiert. In der Herstellung von Achsfedern und Stabilisatoren arbeiten dort derzeit über 930 Menschen. Mit der Erweiterung wird die Niederlassung zur größten der Unternehmensgruppe Mubea. Weltweit betreibt der Automobilzulieferer 28 Werke. Wie Geschäftsführer Miroslav Mikula weiter bekanntgab, soll in Prostějov auch eine neue Entwicklungsabteilung mit 50 Mitarbeitern entstehen.

Am Donnerstag unterzeichneten die Vertreter der Firma einen Kaufvertrag mit der Stadt Prostějov über den Verkauf eines Baugrundstückes von 7,3 Hektar im Industriegebiet der Stadt. Der stellvertretende Bürgermeister Jiří Pospíšil zeigte sich erfreut, dass die komplizierten Verhandlungen mit Mubea zum Abschluss gebracht werden konnten. Die Investitionen von Mubea könnten zu einer weiteren Senkung der Arbeitslosenzahlen in Prostějov beitragen, so Pospíšil. Mit 6,6 Prozent liegen diese bereits unter dem landesweiten Durchschnitt von 7,3 Prozent.

In Prostějov gibt es unter anderem auch Niederlassungen des japanischen Toray-Konzerns sowie das Logistikunternehmen Hopi. Insgesamt sind im dortigen Industriegebiet etwa 2000 Menschen beschäftigt.