Bescheidene tschechische Präsentation bei der IFA Berlin

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Die multimediale Welt mit multitalentierten Computern, immer flacher werdenden Fernsehgeräten, auf der Basis des i-mode-Systems funktionierenden e-plus Handys der leistungsfähigeren UMTS -Technik und unzähligen anderen futuristischen Anlagen der Branche der Unterhaltung- und Kommunikationselektronik hat ihr traditionelles Stelldichein auf der IFA in Berlin. Die tschechische Teilnahme fällt auch diesmal bescheiden aus, wie der folgende Bericht unseres freien Mitarbeiters Julius Eschka aus Berlin bestätigt.

Internationale Funkausstellung 2001 - Leitmesse der Konsum-Elektronik mit 915 Austellern aus 40 Ländern - ein neuer Rekord, in dem sich die rückläufige Zahl deutscher Firmen verbirgt, wohingegen die der ausländischen ansteigt.80 000 Besucher am ersten Wochenende, demnach 20 000 weniger als bei der letzten IFA. Einzige Firma der Tschechischen Republik: TESLA - Ecimex. Sie beansprucht von dem Areal von vergleichsweise 15 Fußballfeldern bescheidene 9 qm für ihre Präsentation. Inmitten der Innovationshektik einer megadynamischen, aggressiven Branche ein ruhender Pol der Tradition - 1998 verließ das Werk in Roznov pod Radhostem die fünfmillionste Farbbildröhre, Zukunftssorgen, wie Direktor Petr Petrzelka versichert, haben wir keine, stattdessen Absatzgewißheit mindestens bis 2020.

Nicht ein Zwang zum Schritthalten mit dem Superluxus der Zukunftstechnik unter dem Motto "Perfekter & teurer" war bisher die schwierigste Phase, auch nicht die politischen Konstellationen des letzten halben Jahrhunderts, vielmehr der Anfang 1949. Qualität und Bezahlbarkeit als Konzept hat sich bewährt. TESLA wartet nicht auf mit "Pferdchen" wie Recorder zwischen DM 3000 und DM 24000, oder Boxen zu 80 000 das Paar, gar einer Heim-Hi-Fi-Anlage zu 4 Millionen DM - das, bitteschön, nicht.

Autor: Julius Eschka
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