Brand bei LPP Holding: Staatsanwaltschaft beantragt U-Haft für fünften Verdächtigten
Im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf eine Waffenfabrikhalle der LPP Holding in Pardubice hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag einen Antrag auf Untersuchungshaft für den fünften Verdächtigten gestellt. Ihm wird die Beteiligung an einem Terroranschlag vorgeworfen, worauf eine Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren oder lebenslange Haft steht.
Drei der bisher fünf Festgenommenen befinden sich bereits in Untersuchungshaft in Tschechien. Eine vierte Verdächtige, die Staatsangehörige der USA ist, befindet sich in Untersuchungshaft in der Slowakei. Die tschechischen Behörden haben ein Auslieferungsersuchen gestellt.
Zu dem Anschlag auf dem Gelände des Rüstungskonzerns LPP Holding in Pardubice bekannte sich die propalästinensische Gruppe „Earthquake Faction“. Sie begründete die Attacke mit der angeblichen Kooperation des Waffenherstellers mit der israelischen Firma Elbit Systems. Laut der LPP Holding kam es aber letztlich nicht zu der Zusammenarbeit.