Stadtteilbürgermeister will in Pardubice vulgäre Sprache verbieten lassen
Der Stadtrat von Pardubice muss sich mit einem Vorschlag befassen, nachdem an öffentlichen Orten der Stadt eine vulgäre Sprechweise verboten werden soll.
Die Idee stammt von Vítězslav Štěpánek (Bürgerdemokraten), der im Stadtrat der Opposition angehört und Bürgermeister des dritten Stadtbezirks ist. Štěpánek fordert eine Verschärfung der Verordnung zur Einhaltung der öffentlichen Ordnung. Nach seiner Vorstellung sollten zudem öfter Polizeipatrouillen eingesetzt werden und an mehr Orten in der Stadt ein Alkoholverbot gelten. Dies teilte Štěpánek am Donnerstag der Presseagentur ČTK mit. Sein Vorschlag wird demnach am Montag vom Stadtrat verhandelt.
Der Oberbürgermeister von Pardubice, Jan Nadrchal (Ano), reagierte mit den Worten:
„Nachdem die Stadtpolizei einen neuen Leiter bekommen hat, wurden auch neue Regeln eingeführt. Es gibt mehr Polizeistreifen in den Randgebieten der Stadt, darüber werden Statistiken geführt. Pardubice gehört immer noch zu den sichersten Städten hierzulande. Wir bemühen uns jedoch, die Stadtpolizei personell zu stärken. Daran wird gearbeitet.“
Štěpánek begründet seinen Vorschlag mit dem Hinweis, der öffentliche Raum sei für alle Menschen da:
„Es ist ganz einfach: Ich will, dass an öffentlichen Orten Ordnung und eine anständige Sprechweise herrschen. Niemand soll befürchten, dass dort gebettelt oder jemand überfallen wird. Die Leute sollen sich keine vulgäre Sprache anhören müssen, ob von Volljährigen oder Minderjährigen. Und sie sollen nicht zusehen müssen, wie sich jemand prügelt oder besoffen ist.“
Darum fordere er in seinem Entwurf, dass Vulgarismen, Drohungen und andere aggressive Ausdrucksweisen als Ordnungswidrigkeit eingestuft würden, so Štěpánek:
„Es handelt sich um ein präventives und auch repressives Instrument, das der Polizei ein effektives Reagieren ermöglicht in einer Situation, die das Wohlbefinden und die Sicherheit der Öffentlichkeit bedroht.“
Zu einer besseren Sicherheitslage kann laut Štěpánek auch beitragen, wenn in Fußgängerzonen sowie in der Nähe von Schulen und Kindergärten das Trinken von Alkohol verboten werde.







