ČSÚ: Tschechiens Außenhandel mit 495 Millionen Euro weiter im Plus

Foto: Hafiz343, CC 3.0

Der Außenhandel der Tschechischen Republik schloss den vorläufigen Angaben nach im Februar mit einem Plus von 13,6 Milliarden Kronen (ca. 495 Millionen Euro) ab. Das ist ein Rückgang von umgerechnet etwas über 100 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Im Jahresvergleich stieg der Export der tschechischen Firmen um 15,3 Prozent, während der Import um 17,9 Prozent zunahm. Das gab am Montag das Tschechische Statistikamt (ČSÚ) bekannt.

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Laut der vorliegenden Ergebnisse blieb der tschechische Außenhandel in den vergangenen zwölf Monaten unter den allgemeinen Erwartungen der Analysten. Die Bilanz negativ beeinflusst habe dabei vor allem das gewachsene Defizit beim Handel mit mineralischen Brennstoffen und mit chemischen Produkten, ebenso wie der Rückgang des Überschusses beim Handel mit Erzeugnissen aus dem Maschinen- und Fahrzeugbau. Einen positiven Einfluss auf die Bilanz hatte demgegenüber die Zunahme der Aktiva beim Handel mit Halbfabrikaten und Materialien um exakt eine Milliarde Kronen (ca. 37 Millionen Euro).

Den Rückgang des Außenhandelsüberschusses könne man andererseits auch als Anzeichen für das Erstarken der tschechischen Wirtschaft deuten, sagte der Chefökonom der UniCredit Bank, Pavel Sobíšek. Der schnellere Zuwachs des Imports gegenüber dem Export, insbesondere in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugbau, zeuge nämlich von einer gestiegenen Investitionsaktivität der heimischen Unternehmen, erklärte Sobíšek. Hervorzuheben sei auch, dass der Export zuletzt vor allem nach Deutschland, Österreich und weitere EU-Länder gestiegen ist. Daraus sei ersichtlich, dass gerade die EU nach einigen Jahren der Stagnation wieder ein Wachstumsmarkt für tschechische Waren sei, so der Chefökonom. Im Gegensatz dazu ist der Export nach Russland im Februar um 0,4 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Jahres 2013 gesunken.