Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst in Ceske Budejovice

r_2100x1400_radio_praha.png

"Wissenschaft und Kunst" - so der Name eines internationalen Seminars, das am vergangenen Freitag im südböhmischen Ceske Budejovice (Budweis) veranstaltet wurde. Es kamen dort Vertreter verschiedener Professionen zusammen, die man auf einer Veranstaltung kaum erwarten würde: Biologen, Maler und Journalisten aus Tschechien, der Slowakei, Deutschland und Italien suchten nach Verbindungen zwischen wissenschaftlicher und künstlerischer Arbeit.

"Wissenschaft und Kunst" - so der Name eines internationalen Seminars, das am vergangenen Freitag im südböhmischen Ceske Budejovice (Budweis) veranstaltet wurde. Es kamen dort Vertreter verschiedener Professionen zusammen, die man auf einer Veranstaltung kaum erwarten würde: Biologen, Maler und Journalisten aus Tschechien, der Slowakei, Deutschland und Italien suchten nach Verbindungen zwischen wissenschaftlicher und künstlerischer Arbeit.

Unter den Teilnehmern war auch Andreas Ruppel, Professor für Parasitologie an der Universität Heidelberg. Warum hat er die Einladung des Hauptorganisators Michal Giboda aus Budweis angenommen?

"Ich bin gekommen, weil Michael Giboda ein Kollege von mir ist. Wir arbeiten zusammen in der selben Forschung, er ist ein guter Freund von mir. Er hat mich eingeladen, ob ich kommen und aus meiner Sicht als Biologe etwas beitragen kann. Für mich selber ist das selbst ein neues Thema: Ich bin Wissenschaftler, ich interessiere mich als Amateur für die Kunst und ich bin her gekommen, weil mich das interessiert und weil ich auf Grund der Einladung mir jetzt selber Gedanken machen muss."

Und was verbindet nach Meinung von Professor Ruppel den Wissenschafts- und den Kunstbereich?

"Ich glaube, die Wissenschaft und die Kunst oder die Musik sind verschiedene Wege, das Leben oder die Welt zu verstehen oder wahrzunehmen. Das ist nicht eine Frage der Beziehung, sondern die Frage sind verschiedene Sichtweisen oder verschiedene Erfahrungen des Lebens."

Die unterschiedlichen Sichtweisen kann man in einer Ausstellung vergleichen, die anlässlich des Seminars im Kulturhaus Metropol in Budweis eröffnet wurde und wissenschaftliche Themen als Objekte von künstlerischer Bearbeitung zeigt. Um die zwanzig amerikanische und tschechische Künstler stellen ihre Werke vor, die sowohl die Mikrowelt, als auch den Kosmos darstellen oder aber etwa die ästhetische Schönheit der Gene und Zellenstrukturen entdecken. Die Ausstellung ist bis Ende Juni zu sehen.