Einladung auf das Schloss Bitov

Bitov

Die Burg Bitov ist eine der ältesten Tschechiens. Sie wurde bereits im Jahre 1061 erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprünglich hölzerne Bau wurde bald von einer Burg aus Stein abgelöst, die der Bewachung der südlichen Grenze des Landes diente.

Bitov, foto: Jan Rosenauer
Und nun möchten wir Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, zu einem Ausflug nach Südmähren einladen, genauer gesagt in die Nähe der Stadt Znojmo/Znaim auf die Burg Bitov.

Die Burg Bitov ist eine der ältesten Tschechiens. Sie wurde bereits im Jahre 1061 erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprünglich hölzerne Bau wurde bald von einer Burg aus Stein abgelöst, die der Bewachung der südlichen Grenze des Landes diente. Der südliche Wachturm aus dem 13. Jahrhundert ist bis heute erhalten geblieben, ebenso die 1334 erbaute Burgkapelle Maria Himmelfahrt sowie die beiden Türme, die den Burgeingang säumen. Im 19. Jahrhundert wurde sie im Stil der Neogotik umgestaltet. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrfach ihre Besitzer und ging 1945 in Staatsbesitz über. An den letzten Burgherrn erinnert bis heute eine kuriose Sammlung an Tierpräparaten, die dank mehrerer Dutzend ausgestopfter Hunde unterschiedlicher Rassen weltweit einzigartig ist. Sehenswert sind darüber hinaus die Gemäldesammlung von Vertretern der Romantik, darunter Schnorr, Carlosfeld, Camphausen und Fendi, die die Wände von über zwanzig Räumen zieren.

Bitov, foto: Vlasta Gajdošíková
Wer's ein wenig moderner mag, kann derzeit direkt vor Ort in die bunte Welt des Films eintauchen, denn es werden hier Arbeiten des tschechischen Kostümdesigners Theodor Pistek gezeigt. Dieser entwarf unter anderem Kostüme zu Miloš Formans Kinofilmen "Valmont" und "Amadeus". Für letzteren erhielt er 1984 den Oskar für die besten Kostüme. Anlass der Ausstellung ist der 70. Geburtstag des Künstlers. Zu den Exponaten zählen in erster Linie Federzeichnungen und Kollagen, die mit äußerster Präzision und einer spürbaren Liebe zum Detail angefertigt worden sind und davon zeugen, dass der Künstler nicht zuletzt auch ein brillanter Zeichner ist. Abgebildet sind neben wirklichkeitsgetreuen Kostümen aus historischen Filmen, wie zum Beispiel "Udolí vcel"/Tal der Bienen/ und "Markéta Lazarová" von Regisseur Frantisšek Vacil, auch überdimensionale Kreationen aus Musicals wie "Rusalka" oder "Dracula". Eine der Hauptattraktionen dieser Ausstellung stellt aber die Nachbildung der Kostüme dar, die Mozart und seine Frau Konstanze bei ihrer Hochzeit im Film "Amadeus" trugen. Die Originale wurden während der Dreharbeiten zerstört und erlitten somit das gleiche Schicksal wie die meisten anderen Arbeiten Pištìks: von seinen Kostümen aus insgesamt über 150 Filmen, sind nur wenige erhalten geblieben. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch die Arbeiten des Künstlers aus den Jahren 1960 - 2001, die noch bis einschließlich 31. 08. zu sehen sein werden.