Gericht spricht früheren tschechischen Dissidenten Wonka höhere Entschädigung zu
Das Prager Stadtgericht hat am Mittwoch dem Dissidenten Jiří Wonka rechtskräftig weitere 15.000 Kronen (600 Euro) an Entschädigung für seine Verfolgung während des kommunistischen Regimes zugesprochen. Der ehemalige Regimegegner soll damit vom Staat insgesamt 41.000 Kronen (1640 Euro) erhalten. Wonka wurde 1988 festgenommen. Bei der Verhaftung wurde er verletzt und anschließend in eine psychiatrische Klinik eingeliefert.
Nach der Rehabilitierung im Januar 2021 begann Wonka eine Entschädigung zu fordern. Das Justizministerium und nachfolgend die Gerichte bezifferten deren Höhe auf rund 4100 Kronen (164 Euro). Der Fall gelangte zum Verfassungsgericht. Dieses entschied, dass der Dissident das Recht auf eine Entschädigung in würdigem habe.
Wonka und seine Familie wurden vom Regime Jahre lang verfolgt. Wonkas Bruder Pavel war vermutlich der letzte politische Gefangene, der in der kommunistischen Tschechoslowakei im Gefängnis starb.