"Himmlische Kooperation" der Tschechischen Fluglinien

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Von Armin Sandmann.

Diese Woche stiegen die Tschechischen Fluglinien, CSA, in noch höhere Sphären auf. Die neugegründete Airlineralianz SKYTEAM, bestehend aus der französischen Air France, der amerikanischen Delta Airlines, der asiatischen Korean Air und der südamerikanischen Aero Mexiko verstärkt sich nun auch mit einem Partner aus Mitteleuropa, nämlicher tschechischen CSA. Die Einladung in diesen exklusiven Fluglinienklub nahm der Präsident von CSA, Miroslav Kula am Mittwoch dieser Woche in Prag entgegen.

Die Vollmitgliedschaft erlangt CSA nach Stand der derzeitigen Verhandlungen im April 2001. Von da an wird man auch von der gemeinsamen Koordinationstechnik und Marketingstrategie profitieren können. Grünes Licht zu den Beitrittsverhandlungen erhielt die sich noch in staatlicher Hand befindenden CSA von der tschechischen Regierung bereits im Juni diesen Jahres. Dieser Zusammenschluss bedeutet für CSA nicht nur eine finanzielle Aufstockung des Grundkapital, indem das Konsortium SKYTEAM 15 Prozent der CSA Anteile vom tschechischen Staat übernimmt, sondern auch eine Prestigeaufwertung, da der Heimatflughafen von CSA in Prag-Ruzyne eine neue Basis von SKYTEAM und seinen Partnern für Mittel- und Osteuropa wird.

Dass SKYTEAM eine konkurrenzfähige Allianz bildet, zeigt allein das tägliche Angebot von über 6400 Flügen an 451 Ziele in 98 Ländern und ein jährliches Fluggastaufkommen von 174 Millionen Passagieren. In diesem Zusammenhang will man bei CSA auch eine weitere Kapitalverbesserung erreichen, indem man Ende 2002 Anfang 2003 Aktien der Tschechischen Fluglinien an die Börse bringen will. Somit klingen die Aussichten für den jüngsten und kleinsten Partner von SKYTEAM, der CSA, mit 29 Flugzeugen und einem voraussichtlichen Jahresreingewinn von 200 Millionen Kronen, ca. 12 Millionen Mark, sehr vielversprechend.

Autor: Armin Sandmann
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