Hörerforum

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Hallo und herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer. Zwei Wochen gehen schnell ins Land, aber in den zurückliegenden 14 Tagen hat sich auch schon wieder reichlich Post in unserer Hörermappe angesammelt. Darum wollen wir diese heute für Sie wieder aufschlagen in unserem Hörerforum, zu dem Sie Silja Schultheis und Lothar Martin am Mikrofon begrüßen.

Schon etwas mehr als zwei Monate liegt der 65-jährige Gründungstag von Radio Prag zurück, dem wir einige ganz spezielle Sendungen gewidmet hatten. Zu diesen Sendungen, vor allem aber zu unserem kleinen Jubiläum selbst erreichten uns nicht wenige Lobeshymnen und Glückwünsche, für die wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken wollen. Das gibt uns Kraft und Elan, auch in den kommenden Monaten und Jahren an weiteren interessanten Sendungen für Sie zu arbeiten.

Dass wir auf unserer bisherigen Wegstrecke auch schon viele Stammhörer gewonnen haben, die uns auch beständig schreiben oder auch anderweitig ihre geschätzte Meinung zukommen lassen, freut uns ganz besonders. Als kleines Dankeschön an die Treuesten der Treuen unter ihnen - aber das sind ja schon eine ganze Menge - hatten wir uns erlaubt, entsprechende Zertifikate von Radio Prag zu versenden. Diese Geste kam offensichtlich ganz gut an, denn einige unserer Hörer, wie das Ehepaar Matthias und Elisabeth Herold aus Waldkirch, schickten uns postwendend Fotografien zurück, die dokumentierten, welch würdigen Platz dieses Zertifikat in ihrer Wohnung gefunden hat. Auch darüber haben wir uns gefreut, und wir versichern hiermit, dass wir uns auch in Zukunft einiges für Sie, unserer geschätzten Hörer, einfallen lassen werden.

Doch wir wollen an dieser Stelle auch einmal zum Ausdruck bringen, dass wir uns über jede Zuschrift freuen, und sei sie noch so kurz. Wir haben viele gewissenhafte Zuhörer, die uns regelmäßig ihre Empfangsberichte zuschicken und diesen meist nur eine kurze Notiz darüber anfügen, wie ihnen die Sendung gefallen hat. Stellvertretend für alle fleißigen Schreiber möchten wir nun einige kurz zu Gehör bringen:

"Bin begeisterter Hörer von Radio Prag", schreibt Herr Karl Eck aus Biebergemünd zu seinem Empfangsbericht vom 22. Oktober,

"17.15 Uhr auf 5930 kHz hörte ich Euch so klar, laut und deutlich wie einen UKW-Sender", tat uns unser Stammhörer Hans Jähkel aus Altenburg am 16. Oktober begeistert aus seinem Urlaub in Italien kund,

"Sie werden immer gerne gehört. Informativ und objektiv", lobte uns Werner Spinnehörn aus Frankfurt/Main am 29. Oktober,

"Bei unserem derzeitigen Kuraufenthalt hier in der Steiermark konnten wir wieder gut Ihre Kurzwellensendungen empfangen!", bestätigte uns unser österreichischer Zuhörer Rudolf Seidl aus Wien am 30. Oktober,

"Das heutige Programm war in Leipzig gut hörbar", meldete sich Jens Adolph am 31. Oktober aus der deutschen Messestadt,

"Ihr Programm macht Lust auf Besuche in Ihrem Land", verkündete Klaus Huber aus Hirschbach bereits Anfang Oktober.

Ja, wenn letzteres der Fall sein wird, dann freuen wir uns ganz besonders, denn dann sehen wir auch einen Teil unseres Sendeauftrags als erfüllt an - nämlich Ihnen Land und Leute aus der Tschechischen Republik soweit nahe zu bringen, dass Sie sich am besten selbst einmal von einigen Dingen, wie sie hierzulande ablaufen, überzeugen wollen. Wir wollen Ihnen dabei ein guter Informator und Ratgeber sein. Doch nach all diesem Lobgesang, wenden wir uns gleich auch einigen kritischeren Themen zu.


Wie Sie sicher bereits festgestellt haben, sind bei uns mit der Rückstellung der Uhren von der Sommer- auf die offizielle Mitteleuropäische Zeit auch einige Programmänderungen in Kraft getreten. Unser Hörer Herr Udo Becker aus Kurtscheid schrieb uns bereits im Vorfeld der Änderungen dazu folgendes:

"Die weiteren programmlichen Änderungen nehme ich so zur Kenntnis, wobei der Verlust von ´Mobil ans Ziel´ sicher schwer wiegt. Die Wirtschaftssendung wäre eigentlich wichtig genug gewesen, um sie wöchentlich beizubehalten. Ich vermute aber, dass der Fachmann, Rudi Herrmann, nicht mehr in dem Maße wie bisher zur Verfügung steht. Von der neuen Rubrik ´Im Spiegel der Medien´ muss man sich mal überraschen lassen."

Soweit unser Hörer Udo Becker. Wir möchten nicht verhehlen, dass auch wir, die Redaktion, sehr gespannt darauf sind, wie unsere Programmänderungen von Ihnen aufgenommen werden. Denn auch wir haben uns die Diskussion um das Für und Wider unserer Rubriken und auch anderer Sendeinhalte nicht leichtgemacht. Deshalb würden wir uns freuen, wenn Sie uns dazu einmal in den nächsten Tagen und Wochen Ihre erste Meinung schreiben würden, da wir ganz gern erfahren würden, wie der erste Eindruck zum Beispiel unserer neuen Sendereihe "Im Spiegel der Medien" ist, was gefällt und was weniger. Denn auch wir können uns nur immer wieder verbessern und nehmen daher gerne jeden Tipp oder Ratschlag von Ihnen dankend an.

In diesem Zusammenhang möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich - und davon gehe ich ganz einfach aus - in Ihrem Namen, liebe Hörerinnen und Hörer, bei meiner Kollegin Silja Schultheis zu bedanken, dass sie sich in den zurückliegenden neun Monaten mit sehr viel Akribie und Fleiß Ihrer Post angenommen hat und quasi heute den Staffelstab an mich weiterreicht. Doch auch ich werde mich bemühen, die Verbindung zu Ihnen nie abreißen zu lassen und die eine oder andere Zuhörerfrage in dieser Sendung auch von Fachleuten beantworten zu lassen. Es geht also nahtlos weiter und der Wechsel der Moderatoren für einzelne Sendeinhalte soll ja hin und wieder auch belebend sein. An alle Hörer, die sich für den neuen Sendeplan interessieren, hier dann auch gleich der Hinweis: das neue Faltblatt zu den Sendezeiten und Frequenzen für das nun anstehende Winterhalbjahr, d.h. von Oktober dieses Jahres bis März 2002, ist ab sofort erhältlich. Geben Sie daher in Ihrer Post Ihren möglichen Wunsch nach solch einem Faltblatt bekannt und Sie erhalten es umgehend zugesandt.


Zum Abschluss unserer heutigen Sendung möchten wir uns noch einmal dem Thema zuwenden, dass uns derzeit alle bewegt und dass uns sicher noch eine gehörige Zeit beschäftigen wird: der globale Terrorismus und wie begegnen wir ihm?

In unserer letzten Sendung schlossen wir mit dem Beitrag von Herrn Gerd Robrahn aus Berlin, der zu den militärischen Schlägen der Vereinigten Staaten in Afghanistan u.a. kundtat, warum er eine solche Regierung als seinen Freund ansehen soll, die seit rund 200 Jahren mit fast allen Ländern Krieg führt. "Eine solche Regierung mein Freund? Nein danke!", erwiderte Herr Robrahn.

Auf diese Zuschrift hin haben sich weitere Zuhörer von Radio Prag gemeldet und uns dieses mitgeteilt:

Herr Udo Becker aus Kurtscheid meinte u.a.: "Ich kann mich dem Eindruck der letzten zitierten kontroversen Zuschrift nicht ganz entziehen, da darin schon ein Korn Wahrheit liegt, auch wenn ich ihr so nicht zustimmen kann, denn das hieße ja eigentlich Äpfel mit Birnen zu vergleichen und die Menschen als solches, wie die Opfer des Attentates, blieben da ja auf der Strecke - ob die sogenannten Kollateralschäden allerdings so auch zu akzeptieren sind, zumindest auf Dauer sei sicher dahingestellt."

Und Herr Frank Bresonik aus Gladbeck schreibt: "Natürlich müssen die Täter, die am 11. September 2001 in Washington und New York die terroristischen Anschläge verübt hatten, eine harte Strafe bekommen. Aber der Terrorismus kann meiner Meinung nach nicht bekämpft werden, wenn die USA einen Krieg zu Lasten der Bevölkerung Afghanistans führt und dadurch unschuldige Zivilisten vertrieben werden, in Flüchtlingslagern an Seuchen oder durch Bombardements sterben müssen."

Herr Bresonik fügte an, dass es derzeit in der Welt über 60 Kriege gäbe, was seines Erachtens eine ganze Menge sei. Er gibt aber die Hoffnung nicht auf, dass sich eines Tages weltweit die Vernünftigen durchsetzen werden. Und Herr Jähkel aus Altenburg meint zu den US-Bombardements in Afghanistan: "Man sollte in der Neuen Welt doch nicht immer so überschwängliche Erfolge melden, die nicht da sind, man sollte realistischer an alles herangehen und ehrlich berichten."