Hörerforum

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Herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer, zu einer weiteren Ausgabe des Hörerforums. Viele Fragen und interessante Anregungen ihrerseits haben sich wieder in den letzten zwei Wochen angesammelt, so wollen wir uns gleich auf die Postmappe stürzen und in ihren Briefen blättern. Hierzu laden Sie ein Ulrike Zschache und Dagmar Keberlova.

Herrn Achim Kissel aus Duisburg hat die Sendereihe "Kapitel aus der tschechischen Geschichte," in denen über das Miteinander der Nationalitäten in der ersten tschechoslowakischen Republik berichtet wurde, sehr gut gefallen. Er hat uns eine Frage bezüglich der derzeit in Tschechien lebenden Bürger deutscher Nationalität gestellt. Wir zitieren:

"Was ich nicht weiß: gibt es heute noch einen Verband der in Tschechien lebenden Deutschen und gibt es für sie auch heute noch eine Zeitung? Gesehen habe ich am Kiosk schon einmal ein Prager Tageblatt."

Um die Antwort auf diese Frage habe ich meinen Redaktionskollegen Lothar Martin gebeten: Um eine weitere Aufklärung, diesmal bezüglich der Oper Don Giovanni, hat uns Hans Joachim Göhre aus Frankenthal gebeten. Er schrieb uns:

"Im "Spaziergang durch Prag" vom 12. August 2000 sagten Sie, dass die Oper Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart im Ständetheater in Prag uraufgeführt wurde. In Ihrer Sendung "Touristensprechstunde" vom 19. August sagten Sie nun, dass die Oper Don Giovanni im Schlosstheater von Nachod uraufgeführt wurde. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir mitteilen könnten, welche von den beiden Versionen nun richtig ist."

Zur Frage Herrn Göhres aus Frankenthal möchten wir anmerken, dass in der Sendereihe "Touristensprechstunde" nicht von einer Uraufführung gesprochen wurde, sondern von der ersten Aufführung außerhalb von Prag, die tatsächlich im Schlosstheater in der ostböhmischen Stadt Nachod stattgefunden hat.

Die nächste Frage bezieht sich auf unsere redaktionelle Arbeit. Wir bekamen sie von Heinz-Günter Hessenbruch aus Remscheid. Wir zitieren:

"Ich bewundere Ihren Ideen-Reichtum, jeden Tag neue, interessante Beiträge. Fertigen Sie die Beiträge an oder kann man Reportagen vorgefertigt oder in Bausteinen einkaufen? Für welchen Zeitraum produzieren Sie im voraus?"

Alle von uns gesendeten Beiträge bereiten unsere Redakteure oder freie Mitarbeiter der deutschen Redaktion vor. Selbstverständlich arbeiten wir auch direkt vor ort, so oft es uns möglich ist. Wir haben auch einige Korrespondenten in den Regionen sowie im Ausland. Wir versuchen immer für Sie, verehrte Damen und Herren, das wichtigste und interessanteste aus dem Geschehen in der Tschechischen Republik herauszufinden und Sie darüber zu informieren. Ob es uns gelingt, sie zu informieren und gleichzeitig auch zu unterhalten, erfahren wir aus Ihren positiven oder negativen Rückmeldungen, für die wir uns bei Ihnen an dieser Stelle bedanken wollen. Einen Kommentar der Erweiterung der Rubrik "Roma in der Tschechischen Republik" auf unseren Internetseiten schickte uns Albert Peter Rethmann aus Passau. Er schrieb uns:

"Zum einen gefällt mir die Breite ihrer Berichterstattung im Tagesecho. Mich interessieren politische und kulturelle Nachrichten, insbesondere finde ich es gut, dass auch kirchliche Themen immer wieder vorkommen. Da ich mich im wissenschaftlichen Bereich mit Zuwanderungs- und Integrationsfragen in Deutschland beschäftige, habe mit Interesse in Ihrer Roma-Seite gestöbert. Die aktuellen Nachrichten sind eine interessante Quelle. Neben dem Inhalt gefällt mir die interessant gemachte Kombination von Text, Ton und Bildern."

Die Roma Problematik bleibt nach wie vor einer der schwerwiegendsten in der tschechischen Gesellschaft und da wir auch oft im Tagesecho uns mit der Roma Problematik auseinandersetzen, haben wir unsere den Roma gewidmete Internetrubrik um die aktuelle Berichterstattung erweitert. So können Sie mit einem Mausecklick Aktuelles aus dem Leben der Roma in der Tschechischen Republik erfahren.

Eine aktuelle Frage, die mit dem Schuljahresanfang zusammenhängt, bekamen wir von Engelbert Borkner aus Hildesheim. Er fragte uns folgendes:

"In der gestrigen Sendung brachten Sie die Meldung, dass sich 16 tschetschenische Kinder aus dem Flüchtlingslager im Bruntal auf ihre Schulpflicht in tschechischen Schulen vorbereiten. Wie sieht es bei diesen Kindern eigentlich mit dem Unterricht bzw. mit dem Erlernen der eigenen Muttersprache aus. Gibt es dafür bei ihnen auch offizielle Einrichtungen oder werden sie im Flüchtlingslager auf privater Basis unterrichtet?"

Über den Tschechischunterricht für die tschetschenischen Kinder hat uns Herr Motyka vor der Sektion für Schulen des Kreisamtes in Bruntal Auskunft gegeben:

"Diese Kinder werden in ganz normalen Schulklassen an unseren Grundschulen unterrichtet und abgesehen davon ist eine sog. Ausgleichsklasse eingerichtet mit ca. 4 Unterrichtsstunden direkt im Zentrum für Asylbewerber, wo sie in der tschechischen Sprache unterrichtet werden. Was ihre Mutersprache betrifft, wird mit ihrem Unterricht im Moment nicht gerechnet, jetzt ist es wichtig, dass sie in die Umgebung eingebunden werden, in der sie weiter leben sollen."

Soweit die Antwort Herrn Motykas vom Kreisamt Bruntal.

Abschließend wollen wir noch ein Kommentar aus dem Brief Herrn Hans Jähkel aus Altenburg bezüglich des Vorschlags des EU-Kommissars Günter Verheugen über ein Referendum zur EU-Osterweiterung bringen. Herr Jäkhel schrieb uns folgendes: "Eigentlich war der Anstoß zum heutigen Brief der Herr Verheugen mit seinem für mich instinktlosen Vorstoß über Volksentscheide abzustimmen wer, welches Land nun würdig sein soll, in näherer Zukunft in die EU-Erweiterung eingeschlossen zu werden. Da das nun insbesondere Ihr Land, Polen und Ungarn betrifft finde es ganz besonders unmöglich, diesen Vorschlag überhaupt zu diskutieren. Herr Verheugen hat anscheinend vergessen, dass gerade diese Länder einen wesentlichen Anteil daran haben, dass die Vereinigung der beiden Staaten DDR und Bundesrepublik zustande kam. Ich kann es natürlich gut verstehen, dass man in den genannten Ländern den Vorschlag Verheugens mit Zurückhaltung zur Kenntnis genommen hat und ich finde es gut und richtig, dass die Bundesrepublik Verheugens Vorstoß ablehnt."

Autoren: Dagmar Keberlova , Ulrike Zschache
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