Hörerforum

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Herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer, bei der neuen Ausgabe vom Hörerforum. Heute können Sie sich auf ein Gespräch mit einem ganz jungen Mitglied unserer Hörerfamilie freuen sowie auf weitere Beiträge des Hörerbriefkastens. Am Mikrophon begrüßen Sie Philipp Kaute und Dagmar Keberlova.

Zu einem Besuch war vor kurzem in unserer Prager Redaktion Marcel Goerke aus Eschweiler. Marcel ist bestimmt einer der jüngsten Hörer von Radio Prag, denn er geht noch zur Schule. Drei Wochen war er auf Urlaub mit seinen Eltern in der Tschechischen Republik und kam uns in der Redaktion besuchen. Er sammelt Briefmarken und hört gerne verschiedene Auslandssender. Wie man dazu kommt, sich schon als Schüler für Auslandssendungen zu interessieren und wie er auf Radio Prag gekommen ist, verrät Marcel Ihnen selbst:

Soweit Marcel Goerke aus Eschweiler.

In unserem Programm geht es nun weiter mit Auszügen aus Ihren Briefen. Die Begegnungen zwischen Menschen sind ein wichtiger Beitrag zum besseren Kennenlernen unter verschiedenen Völkern. So sieht es auch Hans Jäkhel aus Altenburg, der uns über seine Aktivitäten in diese Richtung erzählt hat. Wir zitieren:

"Unsere Stadt Altenburg unterhält Partnerbeziehungen zu Zlin und der dortigen Region. Diese Beziehungen wurden vor einigen Jahren mehr oder weniger wiederaufgenommen, da schon zu Zeiten der DDR enge Beziehungen zur damaligen Stadt Gottwaldow und Umgebung bestanden. Vor einigen Tagen rief der Stadtrat dazu auf, sich für Betreuung von Bürgern aus Zlin, die nach Altenburg kommen, zur Verfügung zu halten. Natürlich haben wir, meine Frau und ich uns sofort angemeldet. Mit unserem Gast, einem 25 jährigen Ingeneuer, der in der Reifenfabrik BARUM tätig ist, gingen wir auf Entdeckungsreise durch Altenburg. Unser Gast Karel war besonders von der Altstadt, dem Theater, Schloss und den Bürgerhäusern angetan und sprach sich aber auch lobend über den Zustand der Neubausiedlungen aus, die in den letzten Jahren fast vollständig saniert wurden. Was unseren Gast besonders überraschte, waren unsere Kenntnisse über die Tschechische Republik. Da konnte ich auf die beiderseitig guten Beziehungen zum Tschechischen Rundfunk verweisen aus dessen Sendungen ich gut informiert mich mit unserem Gast unterhalten konnte. Ich finde, dass solcherart persönliche Treffen sehr viel dazu beitragen sich über Grenzen ob nun nach Westen oder nach Osten gegenseitig zu verstehen und sich über das gegenseitige tägliche Leben auszutauschen."

Gemeinsame Projekte hält auch Herr Fritz Andorf aus Meckenheim für sehr wichtig. Er hat an keinem persönlich teilgenommen, dafür freute ihn aber unser Bericht vom 8.6. Mehr dazu er selbst:

"Die im Thema heute beschriebenen Projekte zwischen deutschen und tschechischen Schulkindern stimmten mich zuversichtlich, dass die Vergangenheit durch gemeinsames Tun und unmittelbare Begegnungen aufgearbeitet und bewältigt werden kann. Gerade die Begegnungen zwischen jungen Menschen, die unbelastet von der Vergangenheit und ganz unbefangen miteinander umgehen können, schaffen eine friedliche Zukunft im gemeinsamen europäischen Haus."

Herr Andorf hat uns auch gebeten, mehr über Milada Horakova zu sagen. Alle, die Näheres erfahren wollen über diese tschechische Politikerin und Freiheitskämpferin, die in einem spektakulären Prozess vor 50 Jahren für ihre antikommunistische Haltung zum Tode verurteilt wurde, möchten wir auf das Tagesecho vom 27. Juni hinweisen, in dem wir über Milada Horakova berichteten.

Eine gute Nachricht brachten wir auch Herrn Franz Hermann Suhr aus Gettorf, der uns folgendes schrieb:

"Als ich gestern in Eurer Sendereihe Tagesecho die Meldung hörte, dass es einen grenzüberschreitenden Wanderweg auch für Rollstuhlfahrer gebe, habe ich mich sehr gefreut. Ich bin 100prozentig schwerbehindert und auf den Rollstuhl angewiesen und weiß sehr gut, wie schwer es oftmals ist, wenn sich immer wieder Hindernisse vor einen aufbauen."

Und für heute bleiben wir auch bei lobenswerten Ereignissen und bringen abschließend ein Zitat aus dem Brief von Jürgen Kückelhaus aus Mettmann, in dem er auf einen Bericht über die ausländerfreundliche Stadt Sec und das ökologisch denkende Dorf Bohumilice reagiert:

"Besonders interessant in der Samstagssendung war für mich der Bericht im Regionaljournal über die Aktivitäten zweier Städte zur Veränderung von festsitzenden Einstellungen. Meiner Meinung nach zeigt sich in den vorgestellten Projekten, dass Bewegung und neue Ideen unerlässlich sind, um einen positiven Wandel im alltäglichen Zusammenleben zu erreichen."