Hörerforum

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Ahoi und herzlich willkommen zum Hörerforum von Radio Prag. Auch heute wollen wir wieder ein wenig in der Postmappe blättern und uns mit Ihren Zuschriften befassen. Am Mikrofon begrüßen Sie dazu Dagmar Keberlová und Lothar Martin.

"Ich hörte heute Hörermeinungen zum Wenzelsplatz. Lassen Sie mich, wenn auch etwas spät, dazu einiges sagen."

Mit diesen Sätzen begann Herr Horst Krüger aus Hannover seine Zuschrift zu unserem letzten Hörerforum. Nun, Herr Krüger, es ist nie zu spät, denn wir freuen uns über jede Meinung unserer Hörer zu unseren Sendungen und deren Inhalten. Deshalb zitieren wir zum Thema Wenzelsplatz abschließend auch Ihre Aussage: "Der Wenzelsplatz gehört, so wie er sich jetzt darbietet, nicht zu den Höhepunkten Ihrer Stadt. Es ließe sich, Geld vorausgesetzt, bestimmt etwas daraus machen. Vielleicht lässt er sich doch einmal umgestalten."

Soweit Herr Krüger zum Thema Wenzelsplatz. Wie aufmerksam unsere Hörer aber auch andere Themen und Sendereihen unseres Programms verfolgen, verdeutlichen die nachfolgend zitierten Zuschriften. So schrieb uns Herr Jürgen Kückelhaus aus Mettmann zu unserem letzten Geschichtskapitel: "Es überrascht mich immer wieder, dass regelmäßig zum Jahrestag des Titanic-Unterganges in den Medien ausführlich darüber berichtet wird. Die Faszination dieses Unglücks scheint auch nach 90 Jahren ungebrochen zu sein. Obwohl man meinen könnte, dass über den Untergang schon alles gesagt ist, gelingt es immer wieder, neue Aspekte zu finden und zu beleuchten. So auch ihnen in der Betrachtung aus tschechischer Sicht."

Danke für die Blumen. Zu einem Tagesecho-Beitrag fasste Stammhörer Engelbert Borkner aus Hildesheim seine Auffassung wie folgt zusammen: "Und noch etwas zum Abblendlicht beim Autofahren im Sommer in Tschechien. Ich persönlich finde das Abblendlicht auch im Sommer als sehr nützlich, zumal ich es bei meinen vielen Reisen in Skandinavien schätzen gelernt habe. Da hätte ich fast die Motorradfahrer vergessen. Bei diesen finde ich es als absolutes Muss, es auch im Sommer zu benutzen, denn es ist für ihre Sicherheit unbedingt notwendig. Dass es bei uns in Deutschland diese Vorschrift nicht bzw. noch nicht gibt, finde ich schade. Trotzdem fahre ich auch im Sommer mit Abblendlicht."

Eine Auffassung, die hierzulande - wie berichtet - beim Autoklub des Landes und beim hiesigen ADAC, in Tschechien UAMK genannt, auf offene Ohren stößt. Und vielleicht trifft auch der Brief von Heinz-Günter Hessenbruch aus Remscheid Ihren Nerv, liebe Hörer, der uns zum Thema Arbeit mitteilte: "Das Verhältnis Ruhezeit/Arbeitszeit stimmt nicht mehr - immer weniger Menschen müssen immer mehr arbeiten! Sicher ist das bei Ihnen ähnlich. Früher, als die Arbeiter zu Fuß zur Arbeitsstätte und wieder zurück gingen, wurde der Tagesstress auf diesem Marsch reduziert oder ganz abgebaut. Heute betragen die Wege nur kurze Zeit und der Stress wird unvermindert in die Familien getragen, auch hier warten bereits ungelöste Probleme auf den ´Heimkehrer´. Ein Teufelskreis, in dem viele junge Ehen zerbrechen."

Am bevorstehenden 1. Mai begehen wir wieder einmal den Internationalen Tag der Arbeit. Wir denken, dass die eben verlesene Meinung von Herrn Hessenbruch eine Steilvorlage ist, um einmal über dieses Thema zu diskutieren. Sind Sie dabei? Wir würden uns über Ihre Zuschriften freuen.


"Das erste Mal habe ich Radio Prag vor etwa 40 Jahren (!) mit einem LOEWE-Kofferradio auf Kurzwelle gehört und damals von Ihnen eine QSL-Bestätigung erhalten."

Mit diesen Zeilen begann Herr Hans-Ekhardt Schmidt aus Berlin seinen jüngsten Brief an uns. Und mit diesen Zeilen wollen wir auch gleich überleiten zum nächsten Thema - unseren QSL-Karten. Diese erfreuen sich nämlich nicht nur als Erinnerungsstück, sondern auch in ihrem Sammlerwert einer ständig wachsenden Beliebtheit. So schrieb uns Herr Werner Morr aus Unna folgendes:

"Heute morgen sah ich mir einmal meine QSL-Kollektion von Radio Prag an. In den 22 Jahren hat sich eine Menge Karten von über etlichen hundert Stück angesammelt. Ganze Serien von Sonderkarten waren mit dabei. Die ersten Karten in schwarz-weiß, andere Karten waren Grafiken und schöne Bilder. Ob Landschaften, Tiere, alte Radios, alte Autos - eine Karte war schöner als die andere. Wenn Radio Prag nicht schon immer einer meiner Lieblingssender wäre, hätte ich auch bestimmt nicht eine so große schöne Sammlung. Ganz stolz bin ich auf ein paar Fotodiakarten, die bestimmt noch älter als 20 Jahre sind. Ich bin sicher, dass Sie in Zukunft auch weiter so einen guten Hörerservice haben werden."

Darauf können Sie sich verlassen, Herr Morr. Aber auch über die Zuschrift von Uwe Volk aus Lehrte zum Thema QSL-Karten haben wir uns sehr gefreut: "Vielen Dank für die Zusendung Ihrer QSL-Karten aus der Serie von 2000. Damit habe ich auch diese Kartenserie komplett. Ich überlege mir, wie man die QSL-Karten von Radio Prag in einer Präsentation etwas mehr zur Geltung bringen kann, da sie seit Jahrzehnten zu den grafisch aufwendigsten zählen, die von Rundfunkstationen verschickt werden."

Ein Kompliment, das wir gerne annehmen. Und wie sorgsam sich selbst weniger leidenschaftliche Sammler Gedanken um den Verbleib unserer QSL-Karten machen, belegt die an uns gesandte E-Mail von Dr. Ludwig Busam: "Vor kurzem ist eine Sammlung von 'QSL-Karten' Ihres Senders aus den Jahren 1981-1986 in meinen Besitz gekommen. Können Sie mir sagen, ob es in Deutschland oder anderswo einen Sammlerkreis für derartige Karten gibt, da ich selbst daran nur zum Teil interessiert bin."

Ja, liebe QSL-Karten-Sammler unter unseren Hörern, das ist doch sicher ein reizvolles Angebot. Wenn Sie mit Herrn Busam betreffs der QSL-Karten in Kontakt treten wollen, dann schicken Sie eine entsprechende Nachricht an diese E-Mail-Adresse: ludwigbusam@aol.com Diese Adresse, bei der der Name Ludwig Busam als ein Wort mit elf Kleinbuchstaben geschrieben wird, können Sie auch auf unserer Webseite unter: www.radio.cz/deutsch nachlesen. Leider kennen wir nur die E-Mail-Adresse von Dr. Busam, so dass wir Sie auf diesen direkten Weg verweisen müssen. Und nach der Musikblende haben wir noch einen Hinweis in eigener Sache.


"Ein herzliches Dankeschön an den Direktor von Radio Prag, Miroslav Krupicka, und alle beteiligten Mitarbeiter für die hervorragend gelungene Broschüre 'On the air - 65 Jahre Radio Prag', eine tolle Informationsquelle zur Geschichte und Entwicklung des beliebten tschechischen Auslandsdienstes. Hier gilt wahrhaft der alte Spruch: ´Was lange währt, wird endlich gut!´"

So hielt unser Hörer Siegbert Gerhard aus Frankfurt/Main seine Meinung zu unserer neu erschienenen Broschüre über die 65-jährige Geschichte von Radio Prag fest. Ähnlich positive Äußerungen wurden uns auch in den Zuschriften weiterer Hörer zuteil, die wir aus Zeitgründen leider nicht alle zitieren können. Darum geben wir allen, die unseren Sonderdruck noch nicht haben, ihn aber per schriftlicher Nachfrage über uns kostenlos erwerben können, zum Abschluss der heutigen Sendung noch einen kurzen Überblick über die wichtigsten Eckdaten unserer Chronik.

Nach den Kapiteln "Die Anfänge der Rundfunksendungen in der Tschechoslowakei" und "Die ersten Versuche von Auslandssendungen" können Sie auf Seite 7 über den Beginn der Auslandssendungen u.a. nachlesen: "In einem Memorandum des Außenministeriums über die Nutzung des Rundfunks für staatliche Propaganda wurde Ende 1934 auf die Notwendigkeit der Einrichtung einer Kurzwellenstation hingewiesen: 'Die ermöglicht eine Propaganda im Ausland, die auch solche Staaten wie Deutschland, Ungarn, Italien und die UdSSR verstehen würden.' Das Ministerium verwies außerdem auf die Möglichkeit, ständigen Kontakt zu den in Nordamerika lebenden Tschechen und Slowaken zu halten."

Unter diesem Hintergrund wurde 1935 mit der Montage von Kurzwellensendern und Antennen in der radiotelegraphischen Station in Podebrady begonnen, die dem Post- und Telegraphenministerium gehörte. Und nach den ersten mehrstündigen Probesendungen am 24. Juli 1936 war es dann am 31. August 1936 um 10 Uhr soweit: es begannen die ersten regelmäßigen Sendungen, die bereits in einem Studio des Tschechoslowakischen Rundfunks in Prag produziert wurden.

Chronologisch geordnet gibt Ihnen die Broschüre einen Abriss über die weitere Geschichte von Radio Prag, hält Episoden aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, des Prager Frühlings oder der Wende im Jahr 1989 fest. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, dann bestellen Sie diese einzigartige Chronik bei uns. Unsere heutige Sendezeit ist nämlich leider schon wieder zu Ende. Vom Mikrofon verabschieden sich - Dagmar Keberlová und Lothar Martin.