Innenminister Tschechiens, der Slowakei, Österreichs und Ungarns verhandeln über Migrationsfragen

Als derzeitiger EU-Ratspräsident will Tschechien das Thema Migration als ein Problem diskutieren, das ganz Europa angeht. Dies sagte der tschechische Innenminister, Vít Rakušan (Stan), am Donnerstagvormittag bei einer Pressekonferenz anlässlich der Verhandlungen mit seinen Kollegen aus der Slowakei, Österreich und Ungarn. Rakušan hatte zu dem Treffen in Prag eingeladen, um einen Tag vor den informellen Beratungen der EU-Innenminister die regionalen Standpunkte zur Migration nach Europa zu erörtern.

Beim EU-Treffen in Brüssel, das ebenfalls von Rakušan einberufen wurde, wird es am Freitag um die strittigen Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raums gehen sowie um die Aufnahme von Geflüchteten, die auf dem Mittelmeer aufgelesen werden. Rakušan kündigte am Donnerstag im Sicherheitsausschuss des tschechischen Abgeordnetenhauses außerdem an, die Regierung um eine weitere Verlängerung der Kontrollen an der Grenze zur Slowakei bitten zu wollen.