Intelligentes lokales Stromnetz in Budišov nad Budišovkou

Anstelle alter Kesselräume modernste Heiztechnik für Gemeindegebäude. Dieses Vorhaben hat die Verwaltung von Budišov nad Budišovkou / Bautsch voriges Jahr in die Tat umgesetzt. Das historische Städtchen mit knapp 3000 Einwohnern liegt etwa 25 Kilometer südwestlich von Opava / Troppau entfernt. Die Gemeinde spart dank ihrem Lokalnetz für Energielieferung Finanzen und Ressourcen. Das Projekt stützt sich auf Photovoltaik mit Batterien und eine kombinierte Strom- und Wärmeproduktion aus Erdgas.

Budišov nad Budišovkou  (Foto: Palickap,  Wikimedia Commons,  CC BY-SA 4.0)

Anstelle alter Kesselräume modernste Heiztechnik für Gemeindegebäude. Dieses Vorhaben hat die Verwaltung von Budišov nad Budišovkou / Bautsch voriges Jahr in die Tat umgesetzt. Das historische Städtchen mit knapp 3000 Einwohnern liegt etwa 25 Kilometer südwestlich von Opava / Troppau entfernt. Die Gemeinde spart dank ihrem Lokalnetz für Energielieferung Finanzen und Ressourcen. Das Projekt stützt sich auf Photovoltaik mit Batterien und eine kombinierte Strom- und Wärmeproduktion aus Erdgas.

„Momentan läuft (laufe) das Blockheizkraftwerk auf Höchstleistung“, bemerkt der Bürgermeister der Stadt, Patrick Schramm (Bürgerdemokraten). Er zeigt den modernen Kesselraum, der automatisch gesteuert wird. In der Schule läuft gerade der Unterricht. Neben dem Schulgebäude werden auch das Rathaus und das Kulturzentrum aus dem Lokalnetz beheizt und mit Strom versorgt. Die Solarpanels sind auf dem Dach des Rathauses befestigt. Dazu der Bürgermeister:

Patrik Schramm  (Foto: Archiv ODS)

„Dank unserem Projekt ,Smart Grid‘, also einem lokalen intelligenten Stromnetz, haben wir während der ersten neun Monate dieses Jahres rund 150.000 Kronen (ca. 6000 Euro) gespart. Beim Strom betrug die Einsparung 100.000 Kronen, und bei der Wärme werden es wahrscheinlich 50.000 Kronen sein.“

Da die Schule und das Kulturzentrum wegen der Corona-Pandemie teilweise geschlossen waren, ist der Unterschied nicht allzu groß. Patrick Schramm dazu:

„Als wir das Projekt entwarfen, rechneten wir damit, dass das Blockheizkraftwerk 3000 Betriebsstunden erreichen wird. Wegen der Corona-Pandemie waren es nur 1000 Betriebsstunden. Aus diesem Grund sind die Einsparungen niedriger. In zehn Monaten haben wir 44 Prozent Energie für unseren Verbrauch produziert.“

Budišov nad Budišovkou gehört zu den ersten Städten hierzulande, die versuchen, unabhängig in der Energieversorgung zu sein. Im Projekt wird die Solarenergie mit der Nutzung von Erdgas und Biomasse verknüpft.  Die Solarmodule auf dem Dach reichen eigentlich nicht aus. Patrick Schramm dazu:

Rathaus  (Foto: H Pepa,  Wikimedia Commons,  CC BY-SA 3.0)

„Da das Rathaus in der Denkmalschutzzone steht, mussten wir die Solaranlage so befestigen, damit sie den Blick auf die Stadt nicht störte. Das war die Forderung der Experten. Es konnte zudem nur eine beschränkte Zahl der Solarpanels genutzt werden, und sie mussten in einem eher ungünstigen Winkel platziert werden.“

Auch die Kapazität der Batterien könnte laut dem Bürgermeister größer sein. Durch die Erfahrungen von Budišov nad Budišovkou lassen sich andere Gemeinden in der Umgebung inspirieren. Gemeinsam mit der Instandsetzung der Gemeindegebäude will man im Dorf Branka bei Opava die Smart-Grids-Ideen von Budišov nutzen.

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Autoren: Martina Schneibergová , Martin Knitl
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