Nach Brandanschlag bei LPP Holding: Polizei nimmt vierte verdächtige Person fest

Die tschechische Polizei hat am Samstag eine vierte Person festgenommen, die im Verdacht steht, die Rüstungsfabrik der LPP Holding in Pardubice vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben. Laut der Mitteilung der Polizei hat diese Person die tschechische Staatsbürgerschaft. Ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, wurde nicht bekannt. Das Bezirksgericht in Pardubice verhängte Untersuchungshaft gegen die Person. Im Laufe der Woche waren bereits zwei Frauen und ein Mann festgenommen worden, die der Mittäterschaft bei dem Brandanschlag verdächtigt werden. Sie befinden sich ebenfalls in Untersuchungshaft.

Am Freitag vergangener Woche war es auf dem Gelände des Rüstungskonzerns LPP Holding in Pardubice zu einem Brand gekommen. Niemand wurde dabei verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich die propalästinensische Gruppe „Earthquake Faction“. Sie begründete die Attacke mit der angeblichen Kooperation des Waffenherstellers mit der israelischen Firma Elbit Systems. Beide hatten geplant, gemeinsam Drohnen zu entwickeln und zu produzieren. Laut der LPP Holding kam es aber letztlich nicht zu der Zusammenarbeit.

Autor: Till Janzer