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Tschechischer Vertreter bei der EU lehnt Konferenz über Temelin ab

Die Forderung der Abgeordneten des Europäischen Parlaments, eine internationale Konferenz über die Zukunft des umstrittenen südböhmischen Kernkraftwerks Temelin einzuberufen, lehnt der Vertreter Tschechiens bei der Europäischen Union, Libor Secka, ab. Dies berichtet die Wochenzeitschrift "European voice" und fügt hinzu, dass Secka keine Notwendigkeit für eine solche Konferenz sehe, da Temelin bereits Gegenstand von Gesprächen mit den Nachbarstaaten Tschechiens auf hoher Ebene sei. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments hatten auf ihrer jüngsten Sitzung in Straßburg in einer Resolution über die Tschechische Republik die Europäische Kommission dazu aufgerufen, eine internationale Konferenz zu veranstalten und die Möglichkeiten und Kosten für die Stillegung Temelins sowie Angebote für die Finanzierung eines solchen Schrittes zu erwägen. Die Europäische Kommission nahm zu diesem Vorschlag jedoch eine eher ablehnende Haltung ein.

Sozialdemokraten nominieren Spidla für die Funktion des künftigen Premiers

Das Zentralexekutivkomitee der Sozialdemokratische Partei CSSD hat am Samstag den Parteivorsitzenden und gegenwärtigen Vizepremier Vladimir Spidla für die Funktion des künftigen Regierungschef nominiert. Die Wahl erfolgte einstimmig, informierte auf einer Pressekonferenz in Prag am selben Tag der Vizevorsitzende der CSSD, Stanislav Gross. Die CSSD rechne damit, so Gross, dass auch die Bürgerdemokratische Partei sowie die oppositionelle Viererkoalition ihre gegenwärtigen Vorsitzenden - Vaclav Klaus bzw. Karel Kühnl - bei den Parlamentswahlen im kommenden Jahr für die Funktion des künftigen Premiers nominieren werden.

Prager Konferenz "Europa überdenken": Tschechen messen supranationalen Organisationen stärkeres Gewicht bei, Briten der Rolle der Nationalstaaten

Während einer dreitägigen tschechisch-britischen Konferenz unter dem Motto "Europa überdenken" in Prag äußerte heute der Leiter der Abteilung internationale Beziehungen, Jiri Sedivy, dass sich tschechische und britische Experten in ihrer Auffassung über das künftige Funktionieren der Institutionen der Europäischen Union voneinander unterscheiden. Während tschechische Sachverständige als Vertreter eines kleineren Staates größeres Gewicht auf die Verstärkung supranationaler Institutionen der Europäischen Union legten, seien die Briten auf diesem Gebiet "traditionell" vorsichtiger, so Sedivy. Die Tschechen hätten seiner Meinung nach Interesse daran, dass die mit der Europäischen Union verbundenen Probleme bürgernah auf regionaler und kommunaler Ebene gelöst würden, während die Briten den Staat als Hauptvermittler zur EU betrachteten. Die Konferenz, auf der tschechische und britische Akademiker, Journalisten und Abgeordnete ihre Meinungen austauschen, endet am heutigen Samstag.

Preis für tschechisch-deutsche Verständigung geht an Pädagogen aus Pilsen und der Oberpfalz

Der künstlerische Preis für tschechisch-deutsche Verständigung, den die Prager Union für gute Nachbarschaft und der Münchener Adalbert-Stifter-Verein jedes Jahr verleihen, geht in diesem Jahr an die Pädagogen Jana Hrboticka aus Pilsen sowie Hans Wurm aus dem bayerischen Oberviechtach. Beide Schuldirektoren werden nach Angaben eines Vertreters der Prager Organisation für ihre Aktivität im Bereich des gegenseitigen Schüler- und Jugendaustausches ausgezeichnet. Der Verständigungspreis wird bereits zum siebten Mal vergeben. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre zählten u.a. der ehemalige deutsche Bundespräsident Richard von Weizsäcker sowie der ehemalige Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland, Frantisek Cerny.

Tschechoslowakische Hussitische Kirche wählt neuen Patriarchen

Während ihrer an diesem Wochenende in Prag stattfindende Versammlung wird die Tschechoslowakische Hussitische Kirche voraussichtlich ihren neuen höchsten Vertreter wählen. Der Sprecher der Hussitischen Kirche, Jan Schwarz, sagte heute der Nachrichtenagentur CTK, dass zu der Versammlung einige hundert gewählte Abgeordnete gekommen seien. Sie werden heute entweder den neuen Patriarchen der Tschechoslowakischen Hussiten wählen oder deren Treuhänder für einen gewissen Zeitraum.

"Festival Mitte Europa" endet mit Besucherrekord

Der zehnte Jahrgang des tschechisch-deutschen "Festivals Mitte Europa" findet am Samstag mit einem Konzert in Stary Hroznatov in der Cheber Region seinen Höhepunkt. Während des zweiwöchigen Festivals konnten die Besucher um die 60 Konzerte, Theatervorstellungen, Ausstellungen und Diskussionen besuchen, die vorrangig in den grenznahen Städten und Gemeinden Tschechiens, Sachsens und Bayerns stattfanden. In diesem Jahr erfreute sich das Festival bei den Besuchern des größten Erfolgs seit Beginn seines zehnjährigen Bestehens. Wie die tschechische Leiterin der Veranstaltung, Ivana Thomaschkova-Vondrakova, der Nachrichtenagentur CTK mitteilte, sei es bereits kein Problem mehr, für das Festival Künstler mit weltweit bekannten Namen zu gewinnen.

Tschechische Hockey-Mannschaft unterliegt Schweden mit 1:3

Die tschechische Hockey-Mannschaft unterlag am Samstag in ihrer zweiten Begegnung bei dem Turnier "Euro-Hockey-Tour" in Zlin dem Team aus Schweden mit 1:3. In ihrem ersten Spiel hatte die Tschechen bereits mit 4:5 gegen die russische Mannschaft verloren. Am Sonntag steht ihnen das abschließende Spiel gegen Finnland bevor.