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Außenminister Kavan wird am Sonntag Griechenland besuchen

Der tschechische Außenminister Jan Kavan wird morgen Sonntag Griechenland besuchen, wo er vor allem über die EU-Erweiterung, den Wiederaufbau auf dem Balkan sowie wirtschaftliche Zusammenarbeit verhandeln wird. Nach dem Treffen mit den griechischen Politikern und dem Präsidenten Konstantinos Stefanopulos wird der Chef der tschechischen Diplomatie nach Frankreich weiterreisen. Auch dort wird er vor allem über den EU-Beitritt Tschechiens verhandeln. Dies teilte der Nachrichtenagentur CTK der Sprecher des Außenministeriums Ales Pospisil mit.

Zwei verdächtige Männer aus Afghanistan am Prager Flughafen festgehalten

Die verdächtige Flüssigkeit, wegen deren Besitz zwei unbekannte Männer am Freitag am Vormittag in der Abfertigungshalle des Prager Flughafens festgenommen wurden, war reines Wasser. Dies ergab sich aus der Laboruntersuchung des Stoffes. CTK informierte darüber die Pressesprecherin der Tschechischen Verwaltung der Flughäfen Vlasta Pallova. Die Männer hatten die Flüssigkeit in zwei Plastikflaschen, wobei aus einer Flasche die Flüssigkeit auf den Hallenboden herausfloss. Auf die Männer haben Angestellte des Flughafens die Polizei aufmerksam gemacht, die die Männer dann festgenommen hat. Laut ersten und unbestätigten Informationen stammen die Männer aus Afghanistan. Dies sagte auf einer Pressekonferenz der tschechische Innenminister Stanislav Gross. Die festgehaltenen Männer hätten sich mit britischen Reisepässen ausgewiesen, sie hatten zwei Flugtickets der Fluggesellschaft Britisch Airways für den Flug nach London um 12.20.

AKW Temelin für Schröder kein Problem bei EU-Beitritt Tschechiens

Deutschland sieht in dem umstrittenen Atomkraftwerk Temelin kein Hindernis für einen EU-Beitritt Tschechiens. Das machte Bundeskanzler Gerhard Schröder am Freitag in Berlin deutlich. Nach einem Treffen mit seinem tschechischen Amtskollegen Milos Zeman sagte Schröder, die Aufnahme des Nachbarlandes in die EU werde "massiv und ohne Einschränkungen" unterstützt. Unterschiedliche Einschätzungen hätten keine Auswirkungen darauf, dass das Energiekapitel in den Verhandlungen mit der Union möglichst rasch abgeschlossen werden solle. Zeman reagierte erfreut über die Unterstützung des Bundeskanzlers, den er seinen Freund nannte. Beide Regierungschefs stuften die Beziehungen zwischen ihren Ländern als problemlos und freundschaftlich ein. Schröder und Zeman bekräftigten ferner die Notwendigkeit einer entschlossenen Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Der tschechische Premier war am Vormittag zu einem eintägigen Kurzbesuch nach Berlin gekommen und dabei auch mit dem deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau zusammengetroffen.

Sicherheitsmaßnahmen werden teilweise reduziert

Die Sicherheitsmaßnahmen, die nach den Terrorangriffen auf die USA vom 11. September in der tschechischen Armee vorgenomen wurden, werden teilweise reduziert. Vor Journalisten sagte dies am Freitag nach der Sitzung des Krisenstabs der Innenminister Stanislav Gross. Die Streitkräfte werden umstrukturiert, was Gross zufolge zur höheren Effektivität der Armee beitragen wird. Die Maßnahmen, die bei der Polizei und der Feuerwehr vorgenommen wurden, bleiben auf gleichem Niveau. Die Überwachung des Luftraums sowie der militärischen und weiteren wichtigen Objekte wie Atomkraftwerke oder das Gebäude von Radio Free Europe/Radio Liberty werde fortgesetzt.

NATO wird TU-154 einsetzen

Die NATO hat am Donnerstag das von der Tschechischen Republik unterbreitete Angebot, ein tschechisches Transportflugzeug des Typs TU-154 einzusetzen, angenommen. Dies teilte Außenminister Jan Kavan mit. Die Maschine stehe der Allianz bereits ab dem 15. Oktober zur Verfügung, ergänzte Kavan. Das Flugzeug wird anders als bisher vermutet zunächst nicht über dem Atlantik, sondern zum Transport von Personen und Material innerhalb Europas eingesetzt. Das Flugzeug kann innerhalb von 48 Stunden nach Anforderung seitens der USA abfliegen. Dies sagte am Freitag vor der Sitzung des Krisestabs der Generalstabschef der tschechischen Armee Jiri Sedivy. Eine Entscheidung, ob US-Maschinen auch von tschechischen Flughäfen aus Afghanistaneinsätze fliegen, steht zur Zeit noch aus. Die tschechische Regierung hatte am Mittwoch vier tschechische Flughäfen, u.a. Prag und Ostrau, als mögliche Stützpunkte angeboten.

Leiter der Verwaltung der Tschechischen Zentren abberufen

Der tschechische Außenminister Jan Kavan hat zum 10. Oktober den Chef der Verwaltung der tschechischen Zentren, Zdenek Matejka, abberufen. Mit der Leitung der Organisation hat er Milan Sedlacek beauftragt. Der Sprecher des Außenministeriums Ales Pospisil sieht in dem Wechsel in der Leitung nichts Ungewöhnliches. Der Nachrichtenagentur CTK teilte er am Freitag mit, dass der Grund für seine Abberufung nicht die Unzufriedenheit mit seiner Arbeit gewesen sei. Matejka sagt, er kenne den Grund nicht, vermutet allerdings, dass er allzu hart den niedrigen Haushaltsentwurf der tschechischen Zentren kritisiert hatte. Die Tschechischen Zentren propagieren die Tschechische Republik im Ausland.

Eliardo Sanchez nimmt am Forum 2000 teil

Einer der bekanntesten Vertreter der kubanischen Opposition, Eliardo Sanchez, wird nach Prag kommen, um am Forum 2000 teilzunehmen. Wie Oldrich Cerny, Sprecher der veranstaltenden Stiftung, der CTK am Freitag mitteilte, kommt Sanchez auf Einladung des tschechischen Präsidenten Vaclav Havel. Das Intellektuellentreffen Forum 2000 beginnt in der tschechischen Hauptstadt am kommenden Sonntag. Zur Teilnahme haben sich zahlreiche illustre Gäste, darunter auch der Dalailama, der Ex-US- Präsident Bill Clinton und weitere angemeldet.

Monat der Tschechisch - slowakischen Gegenseitigkeit

Die Zukunft der tschechisch - slowakischen Beziehungen und ihre Kontinuität ist das Thema des ersten Abends der Tschechisch-Slowakischen Gegenseitigkeit, der am 24. September im tschechischen Senat stattfindet. Ähnliche Abende will der Senatschef Petr Pithart, der sozialdemokratische Senator Egon Lansky und der slowakische Botschafter in Prag Ladislav Ballek alle drei Monate veranstalten. Pithart sagte auf im Rahmen einer Pressekonferenz, dass diese Veranstaltung rein informell sein soll. "Wir wollen grundsätzliche Gespräche führen, auch kontroverse, wenn sich als notwendig erweisen sollte," merkte Pithart an. Der Abend findet im Rahmen des Monats der tschechisch - slowakischen Gegenseitigkeit statt, bei dem im Oktober an die 150 Veranstaltungen ausgetragen werden.