Nachrichten

r_2100x1400_radio_praha.png

Rychetsky: Universitäten werden das versprochene Geld erhalten

Der tschechische Vizepremier Pavel Rychetsky sagte am Samstag in Strakonice, dass die tschechischen Universitäten die versprochenen 2 Milliarden Kronen erhalten werden. Er hat nicht genauer präzisiert, aus welchen Mitteln das Geld gesichert wird. Der Schulminister Eduard Zeman versprach den Universitäten für das kommende Jahr mehr Geld und diese haben in der Folge mehr Studenten aufgenommen, das versprochene Geld bleibt allerdings aus. Die Palacky- Universität hat am Mittwoch aus Protest den Unterricht unterbrochen, weitere Protestaktionen werden besprochen.

Zeman: Effektive EU-Investitionen für Kandidatenländer notwendig

Zum Investieren von EU-Förderungsmitteln dort, wo sie am effektivsten sind, forderte am Freitag in Berlin der tschechische Premier Milos Zeman auf. Im Rahmen seines Vortrags im Sitz der Dresdner Bank sprach er sich für den Beginn von umfassenden Investitionsprogrammen, die vor allem zur Verbesserung der Infrastruktur in den EU-Kandidatenländern beitragen sollen. Der tschechische Premier war am Freitag zu einem eintägigen Kurzbesuch nach Berlin gekommen und dabei auch mit dem deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau und dem Bundeskanzler Gerhard Schröder zusammengetroffen.

Vier verdächtige Ausländer wieder entlassen

Vier Ausländer, die am Freitag am Prager Flughafen festgenommen wurden, waren tatsächlich britische Bürger und die Polizei hat sie am Samstag wieder entlassen. Die Männer, die laut ersten Berichten als Afghanen bezeichnet wurden, waren aufgrund des Verdachts, eine gefährliche Flüssigkeit zu besitzen, festgenommen. Labortests haben später bewiesen, dass die Flüssigkeit reines Wasser war, das aus einer Plastikflasche herausfloss.

Atomsicherheitsbehörde erlaubt Tests in Temelin

Der im Bau befindliche zweite Block des umstrittenen Atomkraftwerks Temelin in Südböhmen darf nach einer Entscheidung der Prager Atomsicherheitsbehörde den so genannten "heißen Tests" unterzogen werden. Die Versuche seien die letzte Prüfung dieses Anlagenteils vor einer Bestückung mit radioaktiven Brennelementen, meldete die Nachrichtenagentur CTK. Der zweite Block des AKWs soll zu Beginn kommenden Jahres den Testbetrieb aufnehmen. Der erste Block von Temelin läuft bereits seit einem Jahr im Testbetrieb.

Adressen von tschechischen NS-Zwangsarbeitern gestohlen

Nach dem Diebstahl einer Liste mit Adressen von etwa 65 000 ehemaligen tschechischen NS-Zwangsarbeitern befürchten die Behörden in Prag, dass die meist über 80 Jahre alten Menschen Opfer von Betrügereien und Überfällen werden könnten. Die Liste sei bereits vor mehr als zwei Monaten aus einem Büro des Zwangsarbeiterverbands gestohlen worden, berichtete der Tschechische Rundfunk am Freitag. Die Organisation habe die Tat erst jetzt öffentlich gemacht, um "Vorkehrungen" gegen Betrügereien treffen zu können. Tschechien bekommt von der Bundesstiftung etwa 423 Millionen Mark zur Entschädigung der etwa 80 000 Antragsteller.