Nachrichten

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Hoffnung auf einen baldigen Abschluss des Abkommens zwischen der Tschechischen Republik und dem Vatikan

Vor allem über die Hoffnung auf einen baldigen Abschluss des Abkommens zwischen der Tschechischen Republik und dem Vatikan sprachen am Montag der tschechische Parlamentsvorsitzende Vaclav Klaus und der apostolische Nuntius Erwin Josef Ender. Klaus hat in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die Kirche den Abschluss des Abkommens bisher gebremst habe. Klaus hofft aber, dass das Abkommen bald verabschiedet wird.

Außenminister Kavan in der Ukraine

Der tschechische Außenminister Jan Kavan hat am Montag in Kiew mit den führenden ukrainischen Politikern die Form der Begleichung der ukrainischen Schulden und die Möglichkeiten eines intensiveren Handels zwischen der Tschechischen Republik und der Ukraine erörtert. Der Nachrichtenagentur CTK teilte dies der Pressesprecher des Außenministeriums Ales Pospisil mit. Die Politiker haben sich des weiteren auf eine gemeinsame Stellungnahme zu der internationalen Situation nach den Attentaten in den USA geeinigt. Beide Seiten bezeichneten die NATO und die OSZE als grundlegende Pfeiler der internationalen Sicherheit.

Afghanisches Heroin auf dem Weg nach Tschechien

Die afghanische Drogenmafia hat wahrscheinlich vor dem Beginn der militärischen Schläge der USA in Afghanistan eine große Menge Heroin nach Europa geschickt, um sich somit finanziell abzusichern. Dies sagte am Montag der Direktor der Antidrogenzentrale Jiri Komorous vor Journalisten und fügte hinzu, dass die Informationen bisher unbestätigt seien. Laut Komorous sollten die Drogen über die Tschechische Republik nach Europa gebracht werden. Die Polizei habe Informationen, denen zufolge die afghanische Drogenmafia versucht, Drogen nach Tschechien zu schmuggeln und von dort aus dann die weiteren europäischen Länder zu versorgen.

Terrorist Atta Gegenstand von Ermittlungen in Tschechien

Die tschechischen Sicherheitskräfte haben bisher nur Beweise darüber, dass der Terrorist Muhammad Atta zweimal in der Tschechischen Republik war, wobei er sich einmal nur im Transitraum aufgehalten habe. Beim zweiten Besuch hat er das Gebiet der Tschechischen Republik betreten. Ohne weitere Details zu nennen, teilte dies am Montag die Pressesprecherin des tschechischen Polizeipräsidiums Ivana Zelenakova mit und fügte hinzu, dass sich die Polizei zu den Informationen, die in den Medien bezüglich Attas Aufenthalt und seiner möglichen Kontakte veröffentlicht wurden, nicht äußern werde. Dem amerikanischen FBI zufolge war Muhammad Atta einer der Selbstmordpiloten, die am 11. September mit den entführten Flugzeugen die Attentate in New York und Washington verübt haben. Der Aussage von Sprecherin Zelenakova zufolge hat sich Atta bei den zwei Tschechien-Besuchen mit seinen Dokumenten ausgewiesen. Weitere mögliche Besuche von Atta unter einem anderen Namen sowie mögliche Kontakte werden von der Polizei untersucht. Die Polizei verfüge bereits über eine Reihe von Angaben, die allerdings im Hinblick auf die Ernsthaftigkeit des Falles nicht veröffentlicht werden.

Granatwerfer gehörte dem Innenministerium

Der Granatwerfer, der am Donnerstag in der Nähe des Prager Flughafens Ruzyne gefunden wurde, gehört zu einer Serie, mit der im Jahre 1980 die Kräfte des Innenministeriums ausgestattet wurden. Nach der Teilung der Tschechoslowakei wurde ein Großteil dieser Granatwerfer in die Slowakei geschickt. Der Nachrichtenagentur CTK sagte dies am Montag die Sprecherin des Polizeipräsidiums Ivana Zelenakova. Zelenakova zufolge bleibt es nun festzustellen, ob das gefundene Exemplar zu dem Teil gehört, der in die Slowakei geschickt wurde oder zu dem, der für die Tschechische Republik bestimmt wurde. Die tschechische Polizei werde sich an ihre slowakischen Kollegen wenden, um den Ursprung der Waffe festzustellen, sagte Zelenakova.

Kulturzentrum in Koprivnice wegen unbekanntem Gasstoff evakuiert

Wegen der Verbreitung eines unbekannten Gasstoffes hat die Feuerwehr am Sonntag Nachmittag das Kulturzentrum im nordmährischen Koprivnice evakuieren müssen. Ca. 200 Besucher einer Theatervorstellung haben das Gebäude verlassen. Ein Feuerwehrmann hat beim Eingriff das Gas eingeatmet und musste in ein Spital überführt werden. Nach einer Behandlung wurde er wieder entlassen, sagte die Sprecherin der nordmährischen Polizei Dagmar Bednarcikova. Die Polizei ermittelt, ob eine Straftat vorliegt oder nicht.

Prager Flughafen verzeichnet keinen Rückgang von Passagieren

Der Prager Flughafen Ruzyne hat vom Anfang des Jahres bis zum September um 14,5 Prozent mehr Passagiere als im selben Zeitraum des vergangenen Jahres abgefertigt. Der Flughafen hat nach den Attentaten in den USA im September keinen deutlichen Rückgang bei den Passagieren verzeichnet. Im aktuellen Monat ist der Prozentsatz der abgefertigten Passagiere um ca. 11 Prozent gestiegen. Dies sagte der Nachrichtenagentur CTK am Montag die Sprecherin der Tschechischen Verwaltung der Flughäfen Vlasta Pallova. Einen spürbaren Rückgang der Reisenden könne man Pallova zufolge im letzten Quartal erwarten.