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Slowakischer Innenminister ist gegen Verschärfung der Kontrollen an der tschechisch-slowakischen Grenze

Der slowakische Innenminister Ivan Simko ist der Auffassung, dass eine eventuelle Verschärfung der Kontrollen an der tschechisch-slowakischen Grenze den Bürgern beider Länder mehr schaden würde als dass sie die illegale Migration verhindern helfe. Simko wird mit seinem tschechischen Amtskollegen Stanislav Gross nächste Woche in Prag über die Grenzkontrollen verhandeln. Bereits vorher werden sich während des Besuches von Premier Milos Zeman in Bratislav die Regierungschefs beider Länder am Montag dieser Frage widmen. Dies meldete die Nachrichtenagentur CTK am Freitag.

Havel empfängt auf Schloss Lany ehemalige Studentenführer

Anlässlich des 17. November, der in Tschechien als Nationalfeiertag zum Gedenken an den Kampf der Studenten für Freiheit und Demokratie begangen wird, hat Präsident Vaclav Havel am Freitag auf Schloss Lany bei Prag führende Vertreter der Studentendemonstrationen von 1939, 1968 und 1989 empfangen.

Nach dem Treffen stellten der Präsident und die ehemaligen Studentenvertreter übereinstimmend fest, dass die tschechische Gesellschaft anscheinend die Verdienste der Studentenbewegung um die Demokratisierung des Landes vergessen habe und zunehmend das Bewusstsein darüber verliere, was Einfluss auf ihre eigene Geschichte gehabt hat.

Österreichische Parteien einigen sich nicht auf gemeinsame Temelin-Resolution

Vertreter aller vier im Parlament vertretenen österreichischen Parteien haben sich nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK am Freitag nicht auf ein gemeinsames Vorgehen für die Verhandlungen mit der Tschechischen Republik über das umstrittene südböhmische Kernkraftwerk Temelin geeinigt. Die Regierungsparteien und die Opposition legen daher auf der Sitzung der unteren Parlamentskammer in der kommenden Woche gesonderte Resolutionsentwürfe bezüglich Temelins vor.

Tschechischer Rundfunk ersucht Abgeordnetenhaus um finanzielle Unterstützung

Der Generaldirektor des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Rundfunks, Vaclav Kasik, hat sich an die Medienkommission des Abgeordnetenhauses mit der Bitte gewandt, seiner Anstalt Mittel für die Renovierung ihres historischen Gebäudes im Prager Stadtzentrum unweit des Nationalmuseums zur Verfügung zu stellen. Der Vorsitzende der Medienkommission, Ivan Langer, sagte am Freitag der Nachrichtenagentur CTK, der Tschechische Rundfunk sollte selber in der Lage sein, Unterstützung für die Rekonstruktion zu finden. Sollte ihm dies nicht gelingen, könnten die Abgeordneten sich bemühen, ihm im Rahmen des Staatshaushaltes zu helfen.

Havel und Klaus spalten öffentliche Meinung in Tschechien

Zwölf Jahre nach der "Samtenen Revolution" spalten in Tschechien Präsident Vaclav Havel und der ehemalige Regierungschef und derzeitige Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Vaclav Klaus, die öffentliche Meinung wie selten zuvor. Den Ergebnissen einer Umfrage zufolge, die die Zeitung "Lidove noviny" in ihrer Freitags-Ausgabe veröffentlichte, belegten die Rivalen sowohl bei der Frage nach den besten, als auch nach den schlechtesten Politikern seit 1989 die ersten Plätze. Havel lag bei der Frage, wer Tschechien seit der Revolution am meisten genutzt habe, mit 43,6 Prozent der Einsendungen klar vor Klaus (33,2 Prozent). Bei der Rangliste der größten "Schädiger" lag wiederum Klaus mit 35,5 Prozent deutlich vor Havel mit 8,4 Prozent. Als förderlich für die Entwicklung des Landes wurde auch der Einstieg des Volkswagen-Konzerns beim böhmischen Autobauer Skoda 1991 eingeschätzt (0,6 Prozent).