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Zug mit Uranbrennstäben für Temelin erreicht tschechisches Territorium

Der streng bewachte Zug mit Uranbrennstäben für das südböhmische Kernkraftwerk Temelin, der am Dienstag von der polnischen Stadt Stettin in Richtung Tschechien losgefahren war, hat am frühen Mittwochmorgen die tschechisch-polnische Grenze passiert. Die Route sowie Fahrzeit des Zuges war sowohl von tschechischen wie auch von polnischen Behörden "aus Sicherheitsgründen" geheimgehalten worden. Der Transport ist bereits die zweite Beförderung atomaren Brennstoffs über Polen in die Tschechische Republik. Der erste Transport im Mai war auf die scharfe Kritik auch von tschechischen Kommunalpolitikern gestoßen. Das umstrittene Kraftwerk wurde am Dienstag von Vertretern der Internationalen Atomenergie- Organisation (IAEO) in Wien untersucht.

Europäischer Gerichtshof entscheidet zugunsten tschechischer und polnischer Prostituierter

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat am Dienstag die Entscheidung getroffen, dass Prostituierte aus Mittel- und Osteuropa das Recht haben, in jedem Land der Europäischen Union, in dem Prostitution toleriert wird, eine Arbeitsgenehmigung zu erlangen. Der Gerichtshof entschied damit zugunsten einer Gruppe von Prostituierten aus der Tschechischen Republik und Polen, denen die niederländischen Behörden eine solche Genehmigung abgesprochen hatten. Zur Begründung hieß es in dem Urteil, dass wie in jedem anderen Gewerbe auch bei den Prostituierten die Assoziationsabkommen zwischen der EU und den Kandidatenländern einzuhalten seien. Könnten die Prostituierten nachweisen, dass sie sich selbst beschäftigten, dürfe ihnen die Arbeitsgenehmigung nicht verweigert werden.

Zeman: Visumspflicht für Slowaken droht nicht

Premier Milos Zeman hat zum Abschluss seines zweitägigen Slowakei-Besuchs am Dienstag wiederholt versichert, dass slowakischen Bürgern bei der Reise in die Tschechische Republik keine Visumspflicht drohe, sondern sie die Grenze nach wie vor mit dem Personalausweis passieren können. Zeman begegnete damit den Spekulationen insbesondere der slowakischen Medien über die Ergebnisse der am Donnerstag bevorstehenden Verhandlungen zwischen den Innenministern beider Länder, in denen es um Sicherheitsmaßnahmen gegen die illegale Migration sowie Arbeitsgenehmigungen für Slowaken gehen soll.

Kavan und Molterer verhandeln in Brüssel über Temelin

Außenminister Jan Kavan ist am Dienstag in Brüssel in der tschechischen Vertretung bei der Europäischen Union mit dem österreichischen Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Wilhelm Molterer, zu einem etwa 45 minütigen Gespräch zusammen gekommen. Beide lehnten es vor Journalisten ab, sich über den Inhalt des Treffens zu äußern. Der Nachrichtenagentur CTK zufolge ging es dabei aber offenkundig hauptsächlich um das umstrittene südböhmische Kernkraftwerk Temelin.

EK: erhöhter Konsum leichter Drogen in Tschechien

Die Europäische Kommission hat am Dienstag ihren Jahresbericht über die Drogenprobleme in Europa veröffentlicht. Erwähnt wird darin auch der erhöhte Konsum leichter Drogen sowie die hohe Produktion von Amphetamin in der Tschechischen Republik. Dem Bericht zufolge sind Tschechien und die Slowakei in Mittel- und Osteuropa die beiden Länder mit der größten Zahl 15-16jähriger, die bereits illegal Drogen probiert haben. In Tschechien handele es sich um ein Drittel, in der Slowakei um ein Viertel dieser Altersgruppe. Die Zahl der Konsumenten leichter Drogen hat sich in den Ländern Mittel- und Osteuropas, die immer häufiger auch als Transitländer für den Kokain-Import in die Europäische Union dienten, seit 1995 verdoppelt.

CSA streicht zwei USA-Flüge

Die tschechische Fluggesellschaft Ceské aerolinie (CSA) fliegt ab sofort nur noch viermal statt bislang sechsmal wöchentlich in die Vereinigten Staaten. Aufgrund der gesunkenen Nachfrage hat die Gesellschaft zwei Flüge nach New York gestrichen und wird dort künftig nur noch den John-F.-Kennedy-Flughafen anfliegen. Darüber informierte der Sprecher von Ceské aerolinie am Dienstag die Nachrichtenagentur CTK. Aufgrund der Ereignisse vom 11. September seien die transatlantischen Flüge von CSA nur noch zu 60% - im Gegensatz zu vorher 90% - ausgelastet.

Tschechische Krone erreicht weiteren Rekordkurs

Die tschechische Krone hat am Dienstag ihren bisherigen Rekordkurs erreicht und wird mit 33,12 Kronen/Euro bzw. 16,94 Kronen/DM gehandelt. Dies sagte ein Händler der Raiffeisenbank am Dienstag der Nachrichtenagentur CTK. Vor ca. einem Monat hatte die Krone einen Kurs von 33,18 Kronen/Euro erreicht. Damals hatte die Tschechische Nationalbank auf die Stärkung der tschechischen Währung mit einer Intervention reagiert. Eine weitere Intervention der Zentralbank werde gegenwärtig nicht befürchtet, zitiert die Nachrichtenagentur CTK den Händler der Raiffeisenbank.