Nachrichten

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Dem Abschluss des "Energie-Kapitels" steht nichts im Weg

Die Diplomaten der EU-Mitgliedsstaaten haben sich am Dienstag auf eine gemeinsame Stellungnahme zum "Energiekapitel" der Beitrittsverhandlungen mit der Tschechischen Republik geeinigt. Der Text soll heute durch Botschafter der 15 Länder bei der EU formell bestätigt werden. Dem Abschluss des Energiekapitels stehe nichts mehr im Wege, berichtete am Dienstag die Nachrichtenagentur CTK. Der Vereinbarung war eine komplizierte Debatte vorausgegangen, während der sich Österreich Zeit für Konsultationen mit Wien erbat. Umstritten war ein einziger Absatz des Kapitels, in dem die zusätzliche Information über den Abschluss des Melker Prozesses in Bezug auf das Atomkraftwerk Temelin zwischen der tschechischen und der österreichischen Regierung zur Kenntnis genommen wird.

Klaus: Temelin-Streit sollte ohne EU gelöst werden

Die tschechische Regierung hätte den tschechisch-österreichischen Streit um das AKW Temelin ohne Hilfe der Europäischen Union lösen sollen. Diese Meinung äußerte am Dienstag der Vorsitzende des tschechischen Abgeordnetenhauses und der Demokratischen Bürgerpartei ODS, Vaclav Klaus, nach seinem Treffen mit dem Präsidenten der österreichischen Handelskammer Christoph Leitl. Klaus zufolge hätte man nur bilateral über Temelin verhandeln sollen. Wie er betonte, vertritt Leitl die selbe Ansicht.

Benelux- und Visegrad-Regierungschefs treffen sich in Luxemburg

In Luxemburg treffen sich heute die Regierungschefs der drei Benelux-Länder sowie der vier Staaten der Visegrad-Gruppe. Das Treffen wurde durch den tschechischen Premier Milos Zeman und seinen belgischen Amtskollegen Guy Verhofstadt initiiert. Hautthema der gemeinsamen Gespräche, die unter dem Motto "Zukunft Europas" stattfinden, ist die Zusammenarbeit dieser beiden Staatengruppierungen. Zeman äußerte schon in der Vergangenheit seine Überzeugung, dass die kleinen Staaten der Europäischen Union viel Gemeinsames hätten und in der erweiterten EU intensiver zusammenarbeiten sollten.

Offizielle Note Norwegens eingetroffen

Das tschechische Außenministerium hat am Dienstag eine offizielle Note von Norwegen erhalten. Die Tschechische Republik wird darin aufgefordert, den usbekischen Dissidenten Mohammed Solich nach Norwegen auszuliefern, wo ihm politisches Asyl erteilt wurde. Wie Außenamtsprecher Ales Pospisil informierte, wurde die Note an das Justizministerium weitergeleitet. Er führte an, dass das Interesse Norwegens bei der Entscheidung über die Auslieferung Solichs nach Usbekistan eine wichtige Rolle spielen werde. Diese sei wesentlich weniger wahrscheinlich als früher, sagte Pospisil.

Bill Gates besucht Prag

Der Begründer der Software-Firma Microsoft, Bill Gates, wird sich heute im Rahmen seines eintägigen Besuchs in Prag mit dem tschechischen Präsidenten Vaclav Havel treffen. Der reichste Mann des Planeten wird an der Konferenz mit dem Namen "Microsoft Developer Days" in Prag teilnehmen, mit Regierungsdelegationen einiger osteuropäischer Länder zusammenkommen und eine Schule in Prag besuchen. Auf seinem Programm stehen des weiteren Verhandlungen mit der Leitung der Tschechischen Telecom sowie eine Debatte mit Fachjournalisten.

Tschechische Nationalbank prägt Sondermünze zur Euro-Einführung

Anlässlich der Einführung des Eurobargeldes zum gesetzlichen Zahlungsmittel in zwölf europäischen Ländern am 1. Januar 2002 bringt die Tschechische Nationalbank (CNB) eine Sondermünze im Wert von umgerechnet 5,70 Euro heraus. Die 31 Millimeter große und 13 Gramm schwere Silbermedaille trage auf der einen Seite das tschechische Staatswappen und auf der anderen Seite das Euro-Logo mit der Prägung "Gemeinsame europäische Währung 1.1.2002", teilte ein CNB-Sprecher am Dienstag in Prag mit.

Nova-Jurist Rozehnal bleibt in Haft

Der Jurist des Direktors des privaten TV-Senders Nova, Ales Rozehnal, wird weiterhin in Haft bleiben. Auf seiner heutigen Sitzung entschied darüber das Prager Stadtgericht. Als Gründe dafür nannte das Gericht die Befürchtungen, dass Rozehnal die Zeugen beeinflussen, sich vor Untersuchung verstecken oder ins Ausland flüchten könnte. Damit wurde die Beschwerde der Verteidigungsseite zurückgewiesen.

Tschechische Schüler haben Probleme mit ihrer Muttersprache

Fünfzehnjährige tschechische Schüler haben Lücken in Kenntnissen ihrer Muttersprache. Ihre Fertigkeiten im Bereich der Naturwissenschaften sind überdurchschnittlich und in der Mathematik durchschnittlich. Dies folgt aus der internationalen Forschung PISA, die im letzten Jahr die OECD durchführte. Der tschechische Schulminister Eduard Zeman sieht Ursachen dafür besonders in einer niedrigen Anzahl der Unterrichtsstunden, die der Spracherziehung gewidmet sind, sowie in einer schlechten Organisation des Unterrichts. Den tschechischen Schülern bereitet es die größten Probleme, verschiedene Texte zu verstehen und zu interpretieren.

Programmänderung für den britischen Verteidigungsminister

Wegen Nebels konnte der zu einem Besuch in Tschechien weilende britische Verteidigungsminister Geoff Hook nicht aus Prag in das südmährische Vyskov fliegen, wo er sich mit der Tätigkeit des britischen Ausbildungsteams vertraut machen wollte. Das Ziel dieses Teams, das hier seit dem Vorjahr im Einsatz ist, ist es, die Modalitäten der Kommandoführung zwischen der NATO und Ländern in Mittel- und Osteuropa in Einklang zu bringen. Am Montag verhandelte Hook in Prag über die anstehende Reform der Tschechischen Armee sowie über den Kampf gegen den Terrorismus und die NATO-Erweiterung.

Seminar zur Professionalisierung der Armee

Auf eine Beschleunigung der Reform und anschließenden Professionalisierung der Tschechischen Armee haben sich die Teilnehmer eines Seminars geeinigt, das am Montag unter dem Motto "Berufsarmee als Teil der Gesellschaft" im Senat stattfand. Der Vorsitzende des wehr- und verteidigungspolitischen Senatsauschusses, Michael Zantovsky, unterstrich auf einer Pressekonferenz, dass beides in einer kurzen Zeit durchzuführen sei.

Spanischer Regierungschef in Prag

Der spanische Premier Jose Maria Aznar, der am Montagabend Gespräche mit seinem tschechischen Amtskollegen Milos Zeman in Prag führte, ist am Dienstag Vormittag wieder abgereist. Das Hauptthema der Unterredung war die Erweiterung der Europäischen Union. Wie sich Aznar auf einer anschließenden Pressekonferenz äußerte, wolle sich Spanien, das ab Januar 2002 den EU-Vorsitz von Belgien übernehmen wird, für die Beibehaltung des Tempos der Beitrittsverhandlungen mit den Kandidatenländern einsetzen. Spanien ist ebenfalls bereit, mit Tschechien über Modalitäten zu verhandeln, auf deren Grundlage Tschechen nach dem EU-Beitritt ihres Landes in Spanien arbeiten könnten. Er sagte aber nicht, dass Spanien nach Schweden, den Niederlanden, Irland und Dänemark das fünfte Land sein könnte, das die Freizügigkeit der Arbeitskräfte aus den neuen EU-Mitgliedsländern nicht beschränken wird.

Neue Tests im AKW Temelin angesagt

Im ersten Block des Atomkraftwerks Temelin werden derzeit neue Tests des Reaktors vorbereitet, bei denen seine Leistung auf unter zwei Prozent gesenkt und die Turbo-Maschineneinrichtung vom Netz abgekoppelt wird. Der Probebetrieb des ersten Reaktorblocks soll nicht wie ursprünglich geplant Ende dieses Jahres, sondern im März kommenden Jahres wieder aufgenommen werden. Dies sagte am Montag AKW-Sprecher Milan Nebesar auf einer Pressekonferenz in München. Seiner Meinung nach wird das tschechisch-österreichische Abkommen über das AKW, das vergangene Woche von den Regierungschefs beider Länder in Brüssel unterzeichnet wurde, zu keiner Verzögerung der Inbetriebnahme des Meilers führen.

Radiosender RFE/RL erweitert seine Programm für Mittelasien

Der Radiosender Freies Europa/Radio Liberty mit Sitz in Prag hat bekannt gegeben, im Rahmen der Erweiterung seiner Programme für Mittelasien auch neue Sendungen in Aserbaidschanisch, Turkmenisch und der Sprache Farsí, die in Afghanistan gesprochen wird, auszustrahlen. Nach Informationen der heutigen Ausgabe der Tageszeitung Lidove noviny werde die Zufahrtsstrasse zum Radiogebäude nicht mehr wie bisher von Polizisten bewacht. Die in seiner Nähe postierten Panzerwagen bleiben jedoch vorläufig vor Ort.

Tschechische Soldaten bereiten sich auf ihre Kosovo-Mission

Der tschechische Teil des gemischten tschechisch-slowakischen KFOR-Bataillons hat am Montag auf dem Übungsgelände bei Cesky Krumlov/Krumau mit der Vorbereitung auf seine Mission im Kosovo begonnen. Bis zum 21.Dezember werden hier 400 Soldaten zusammen kommen, die sich bis Ende Januar 2002 auf ihren Einsatz vorbereiten werden - ab dem 7.Januar gemeinsam mit 100 slowakischen Soldaten. Für den 25. Januar ist eine gemeinsame Präsentation auf dem Marktplatz von Cesky Krumlov vorgesehen, der auch die Staatspräsidenten beider Länder, Vaclav Havel und Rudolf Schuster, beiwohnen sollen.

Defizit der Leistungsbilanz hat sich vergrößert

Die Leistungsbilanz der tschechischen Wirtschaft weist nach dem ersten Dreivierteljahr dieses Jahres ein Defizit von 57 Mrd. Kronen, umgerechnet etwa 1,65 Mrd. Euro, auf. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres ist das diesjährige Defizit um 10 Mrd. höher.

Tschechische Mezzosopranistin Kozena nimmt an Salzburger Festspielen 2002 teil

Einer Meldung der tschechischen Nachrichtenagentur CTK zufolge gehört die junge tschechische Mezzosopranistin Magdalena Kozena d em Team an, das im Sommer 2002 eine neue Inszenierung von Mozart´s Oper Don Giovanni für die Salzburger Musikfestspiele vorbereiten wird. Kozena wird die Partei der Zerlina singen. In der Oper, die zwischen dem 27. Juli und 21. August unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt erklingen wird, soll auch der international bekannte Baryton Thomas Hampton auftreten.

Wetteraussichten für Mittwoch

In der Nacht zu Mittwoch ist gebietsweise Regen oder Nieselregen und im östlichen und nordöstlichen Teil der Tschechischen Republik ist Schneeregen angesagt. In den höheren Lagen wird es schneien. Tagsüber wird der Himmel bewölkt bis bedeckt sein. Die Temperaturen liegen in der Nacht zwischen plus zwei und minus zwei Grad, am Tage bewegen sie sich zwischen zwei und sechs Grad Celsius.