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Der luxemburgische Premier Jean-Claude Juncker würdigte die Vorbereitungen Tschechiens auf den EU-Beitritt

Der tschechische Premier Milos Zeman und sein luxemburgischer Amtskollege Jean-Claude Juncker haben am Dienstag in Luxemburg erklärt, die politischen, ökonomischen und kulturellen Beziehungen zwischen Luxemburg und der Tschechischen Republik seien hervorragend. Juncker informierte darüber, dass die Tschechische Republik ab 1. Januar 2002 eine selbständige Botschaft in Luxemburg errichten wird. Die luxemburgische Regierung sei - so Juncker - der Meinung, dass die Tschechische Republik bei den Vorbereitungen auf die EU-Mitgliedschaft sehr vorangeschritten sei. Der tschechische Premier schlug während seines Treffens mit Juncker vor, ein Treffen der Vertreter der Benelux- und der Visegrad-Länder zu organisieren. Dies würde - so Zeman - zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen den beiden Staatengruppen beitragen.

Die beiden Premierminister haben in Luxemburg eine Ausstellung mit dem Titel "Die Luxemburger in Mähren" feierlich eröffnet. Sie erinnerten während der Vernissage an die gemeinsame Vergangenheit des Großherzogtums Luxemburg und der böhmischen Länder. Der luxemburgische Premier betonte, dass die Ausstellung auch einen Blick in die gemeinsame neue Zukunft biete. Der tschechische Premier weilt seit Montagabend in Luxemburg. Neben Gesprächen mit seinem Amtskollegen Jean-Claude Juncker trifft Zeman auch zu einem Dialog mit dem luxemburgischen Parlamentsvorsitzenden Jean Spautz zusammen. Vorgesehen ist ebenfalls eine Diskussion mit luxemburgischen Unternehmern.

Der Gesundheitszustand des lungenkranken Präsidenten Havel hat sich verbessert

Der Gesundheitszustand des an einer Lungenentzündung erkrankten tschechischen Präsidenten Vaclav Havel hat sich nach Aussage seiner Ärzte verbessert. Der Präsident habe kein Fieber mehr und sein Zustand habe sich stabilisiert, erklärte Havels Leibarzt Ilja Kotik am Dienstagnachmittag. Vaclav Havel, der im Prager Militärkrankenhaus behandelt wird, musste am Montag wegen der Erkrankung seine Nahostvisite abbrechen und nach Prag zurückkehren.

Umweltverträglichkeitsprüfung des AKW Temelin bis 15. April

Die Beurteilung der Umweltverträglichkeit des AKW Temelin durch eine Kommission, die aus Vertretern des Wirtschafts- und Umweltministeriums zusammengesetzt ist, soll bis Mitte April beendet werden. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse wird die Öffentlichkeit 30 Tage Zeit haben, um Einspruch einzulegen. Darüber informierte am Dienstag Miroslav Martys, der in der Kommission das Umweltministerium vertritt.

Eine Delegation der Internationalen Agentur für Atomenergie, die auf Wunsch der tschechischen Regierung nach Temelin entsendet worden ist, wird sich mit der Überprüfung der Sicherheit des AKW befassen. Dies erklärte am Dienstag Diaz Francisco Jose Manuel, der das Expertenteam leitet.

Kavan und Molterer: Die Abkommen von Melk werden in vollem Umfang verwirklicht

Aufgrund einer gemeinsamen Erklärung des tschechischen Außenministers Jan Kavan und des österreichischen Landwirtschafts- und Umweltministers Wilhelm Molterer wird die Verwirklichung der Abkommen von Melk in vollem Umfang garantiert. Dies erklärte Molterer am Dienstag nach der Kabinettsitzung gegenüber der Presseagentur APA. Molterer erinnerte daran, dass der tschechische Premier Milos Zeman nach den Gesprächen mit dem österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel in Melk erklärt hatte, dass das AKW Temelin nicht in Betrieb genommen werde, wenn es den Kriterien der ökologischen Überprüfung nicht entspreche.

Tschechische Polizei hat fünf Vertreter einer internationalen Drogengang verhaftet

Die tschechische Polizei hat Anfang Februar im nordböhmischen Liberec/Reichenberg fünf führende Vertreter einer internationalen Drogengang verhaftet, die in den vergangenen Jahren mehrere hundert Kilogramm Heroin auf dem sog. Balkan-Weg über die Tschechische Republik nach Westeuropa geschmuggelt hat. Darüber informierte am Dienstag Jiri Komorous von der tschechischen Antidrogenzentrale. Den Verhafteten droht jetzt bis zu 15 Jahre Freiheitsentzug.

CT-Übergangsintendant Balvin hat neue führende Mitarbeiter des Senders ernannt

Zum neuen Programmdirektor des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehens ist am Montag Petr Koliha ernannt worden, der in dem Sender früher als Produzent arbeitete. Finanzdirektor des Senders wurde Petr Vasicek. Darüber informierte der Übergangsintendant des Tschechischen Fernsehens, Jiri Balvin, die Nachrichtenagentur CTK. Vera Valterova, die den ehemaligen Intendanten Jiri Hodac vertrat, kehrt nun in die Rechtsabteilung des Senders zurück, wo sie früher gearbeitet hat. Balvin stellte fest, das Tschechische Fernsehen fange nach all den Ereignissen wieder an, professionell zu arbeiten. Der ehemaligen Leiterin der Nachrichtensektion, Jana Bobosikova, hat Balvin am Dienstag eine Stelle in der Kontrollabteilung des Senders angeboten. Gegen Bobosikovas Bleiben im Posten der Leiterin der Nachrichtensektion hatten die Fernsehmitarbeiter protestiert.

Vetchy verhandelt in Indien über Zusammenarbeit im Militärbereich

Der tschechische Verteidigungsminister Vladimir Vetchy hat der indischen Regierung am Montag in Neu Delhi die Zusammenarbeit bei der Entwicklung, Produktion sowie dem Verkauf zahlreicher Militäreinrichtungen angeboten. Darüber informierte das indische Verteidigungsministerium. Vetchy führte mit seinem indischen Amtskollegen Georg Fernandes Gespräche über die Möglichkeiten der Intensivierung der tschechisch-indischen Zusammenarbeit im Militärbereich. Vetchy überreichte Fernandes einen Scheck im Wert von anderthalb Millionen Kronen als Geschenk der Tschechischen Republik für den westindischen Bundesstaat Gudsharat, der vor kurzem von einem vernichtenden Erdbeben betroffen wurde.

Stiftung Sasakawa würdigte ein ostböhmisches Projekt

Das Projekt der Wiederbelebung der Kulturtraditionen in der Region von Broumov in Ostböhmen ist am Dienstag in Prag von der japanischen privaten Non-Profit-Organisation Sasakawa gewürdigt worden. Die Stiftung Sasakawa entstand 1986 mit dem Ziel, zur Entwicklung der Bürgergesellschaft und Demokratie in der Welt beizutragen.

Tschechische Gesellschaften an Zusammenarbeit mit den Israelis interessiert

An die 60 tschechische Gesellschaften haben Interesse an der Zusammenarbeit mit zehn israelischen Gesellschaften aus dem Bereich der Informationstechnologien bekundet, die die offizielle Delegation des israelischen Industrieministeriums während ihres zweitägigen Besuches in Tschechien begleitet. Die Kontakte der israelischen Firmen werden vom israelischen Industrieministerium und vom tschechischen Verkehrsministerium unterstützt.

Drei Verletzte bei einer Hubschrauberhavarie

Zwei Militärpiloten und ein Techniker sind am Montagabend bei der Havarie eines Armeehubschraubers bei Skvorec im Bezirk Prag-Ost schwer verletzt worden. Der Hubschrauber ist bei einem Übungsflug gestürzt. Nach Informationen des Generalstabs der tschechischen Armee kam es zu keinem technischen Versagen - die Havarie sei - so der Generalstab - wahrscheinlich durch einen Fehler der Besatzung verursacht worden.

Tschechischer Film für Oscar nominiert

Der tschechische Film "Wir müssen uns helfen" des Regisseurs Jan Hrebejk ist für den Oscar-Preis für den besten ausländischen Film nominiert worden. Darüber informierte am Dienstag die Presseagentur AP.