Nachrichten

r_2100x1400_radio_praha.png

Vaclav Havel bleibt im Krankenhaus

Der Gesundheitszustand des tschechischen Präsidenten Vaclav Havel hat sich verschlechtert. Nach Informationen seines Leibarztes Ilja Kotik hatte Havel in der Nacht zum Sonntag erneut erhöhte Temperatur. Man habe ihm neue Antibiotika verabreicht, wonach sich der Präsident wieder besser gefühlt habe, sagte Kotik. Nach Informationen des Arztes wird Havel noch eine Woche im Krankenhaus bleiben müssen. Am Samstag gingen die behandelnden Ärzte noch davon aus, dass der Präsident das Prager Militärhospital, in das er vor einer Woche eingeliefert wurde, schon an diesem Montag verlassen könne.

Oppositionsvertrag in TV-Debatte thematisiert

Die Möglichkeit einer absehbaren Beendigung des sogenannten Oppositionsvertrags zwischen der ODS und den regierenden Sozialdemokraten (CSSD) hat der ODS-Vizevorsitzende Petr Necas eingeräumt. In einer TV-Talkshow verwies er darauf, dass das weitere Bestehen des 1998 von beiden Parteien unterzeichneten Dokuments davon abhänge, wie die CSSD die darin festgelegten Vereinbarungen einhalte. Sein Gesprächspartner Vladimir Mlynar, Vizevorsitzender der Freiheitsunion(US), äußerte diesbezüglich die Meinung, dass die ODS und die CSSD in Hinblick auf die Parlamentswahlen im Jahr 2002 schon jetzt nach einem Modus suchten, aus dem Vertrag auszusteigen.

Oppositionsvertrag aus der Sicht des CSSD-Vizevorsitzenden Spidla

Als ein Einweginstrument und eine konkrete Lösung in einer konkreten Situation hat der CSSD-Vizevorsitzende Vladimir Spidla den Oppositionsvertrag, auch Tolerierungspatent genannt, bezeichnet. Auf einer Pressekonferenz, die am Samstag am Rande der Konferenz der mittelböhmischen CSSD-Regionalorganisation stattfand, sprach er u.a. über die Notwendigkeit, für die Parlamentswahl eine siegreiche Koalition mit den tschechischen Bürgern zu schließen. Diesbezüglich stellte Spidla u.a. auch eine Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und der evangelischen Kirche in Aussicht. Vladimir Spidla gilt als einziger Kandidat für den Posten des Parteichefs, über den im April auf dem CSSD-Parteitag entschieden wird.

Gemeinsame Präsentation der Vierkoalition

Ihre gegenseitige Annäherung wollen von nun an die Parteien der Vierkoalition u.a. auch durch die Veranstaltung regelmäßiger gemeinsamer Pressekonferenzen demonstrieren. Der neugewählte Chef dieser Parteienvereinigung, Cyril Svoboda, teilte am Sonntag der Nachrichtenagentur CTK mit, dass ihre Politiker ab dem 26.Februar an jedem zweiten Montag um 13 Uhr Journalisten zur Verfügung stehen werden. Geldsammlung: Obolus Sancti Petri

Auch in den tschechischen katholischen Kirchen hat am Sonntag eine Geldsammlung stattgefunden, die weltweit unter dem Namen Obolus Sancti Petri veranstaltet wird. Im vergangenen Jahr gelang es in Tschechien, wo diese traditionelle Aktion der katholischen Kirche 1998 nach der durch das kommunistische Regime verursachten Unterbrechung wiederbelebt wurde, insgesamt neun einhalb Millionen Kronen zu sammeln. Dieses Geld, das dem Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche zur Verfügung steht, wird für die Linderung der Hungersnot sowie der Folgen zahlreicher Katastrophen in der Welt verwendet.

Heftige Debatten im Abgeordnetenhaus erwartet

Am kommenden Dienstag beginnt eine neue Plenartagung des tschechischen Abgeordnetenhauses. Heftige Diskussionen sind besonders im Zusammenhang mit der Debatte über die Renten- bzw. Krankenversicherungsreform sowie die Gesetzesvorlage zum Staatsbeamtendienst zu erwarten. Eine negative Einstellung ihrer Parteien gegenüber dem neuen Gesetz zum Staatsdienst deuteten am Sonntag in einer TV-Debatte die ODS-Vizevorsitzende Libuse Benesova und der Senatsvizevorsitzende, US- Senator Jan Ruml, an. Benesova zufolge könne der Gesetzentwurf weder die Korruption noch die Stabilisierung der Staatsverwaltung positiv beeinflussen.

Das Wetter:

Am Montag liegt Tschechien unter dem Einfluss einer Luftströmung aus nordwestlichen Richtungen. Tagsüber wolkig mit örtlichen Schneeregen- , in höheren Lagen Schneefällen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen ein und fünf Grad Celsius, in der Nacht sinken sie auf Null bis minus vier Grad Celsius.