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Generalsekretär des Außenministeriums zurückgetreten

Wegen der Affäre mit der Vermietung eines Regierungsgebäudes in Moskau ist heute der Generalsekretär des tschechischen Außenministeriums, Karel Srba, von seiner Funktion zurückgetreten. Srba hat die gesamte Verantwortung auf sich genommen. Die Art und Weise, wie das Hotelgebäude im Zentrum der russischen Hauptstadt vermietet wurde, wurde durch den tschechischen Botschafter in Moskau, Jaroslav Basta, und dessen Vorgänger, Lubos Dobrovsky, kritisiert. Basta warnte Außenminister Jan Kavan vor einem Verstoß gegen internationale und russische Gesetze. Die Firma Hotel Tschechisches Haus solle angeblich das Konto der Botschaft und diplomatische Vorteile ausnutzen und Steuern und Zollgebühren nicht bezahlen.

Erste Frau an der Spitze der Akademie der Wissenschaften

Zum ersten Mal in der Geschichte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik steht eine Frau an deren Spitze. In der zweiten Runde einer Geheimwahl in der akademischen Versammlung wurde heute Helena Illnerova aus dem Physiologischen Institut zur Akademie-Präsidentin gewählt, deren Amtszeit bis 2005 dauern wird. Illnerova löst Professor Rudolf Zahradnik ab, der seit 1993 an der Spitze der Akademie stand. Die neue Präsidentin will vor allem Zusammenarbeit zwischen der Akademie und den Hochschulen intensivieren und die Entstehung gemeinsamer Arbeitsstellen fördern.

Ungarischer Außenminister in Prag

Der ungarische Außenminister János Martonyi weilte zu einem eintägigen Besuch in Prag. Während eines Treffens mit seinem tschechischen Amtskollegen Jan Kavan äußerte Martonyi erneut seine Unzufriedenheit darüber, dass sein Land im zukünftigen Europa-Parlament um zwei Stimmen weniger als vergleichbare Länder wie Belgien oder Portugal haben sollte. Die beiden Minister einigten sich auf gegenseitige Unterstützung bei der Bemühung, 22 Sessel im Europa-Parlament zu bekommen. Martonyi wurde auch von Präsident Vaclav Havel empfangen, mit dem er vor allem das geplante NATO- Gipfeltreffen in Prag und die Fragen der EU-Erweiterung erörterte.

Deutsche Experten in Temelin

Deutsche Experten werden auf Einladung der Betreiber des tschechischen AKW Temelin an Gesprächen der internationalen Expertengruppe über die Sicherheit des Kraftwerks teilnehmen. Am Montag informierte darüber der bayrische Umweltminister Werner Schnappauf, der sich auf Bundesumweltminister Jürgen Trittin berief. Schnappauf, der Einwände gegen technologische Mängel des AKW Temelin geäußert hatte, bezeichnete Trittins Entscheidung als einen erwünschten Schritt, der den Forderungen der Landesregierung in München entgegenkomme. Die Sicherheit des südböhmischen Kraftwerks solle auch eine der Eckfragen bei den Beitrittsgesprächen der Tschechischen Republik mit der EU sein, sagte Schnappauf weiter.

Neuer slowakischer Botschafter in Prag

Der tschechische Premier Milos Zeman hat heute den neuen Botschafter der Slowakei, Ladislav Ballek empfangen, und zwar anlässlich dessen kürzlichen Amtsantritts in Prag. Die beiden Politiker sprachen sich für die Fortsetzung der außerordentliche engen tschechisch-slowakischen Beziehungen aus. Einer der Beweise der den Standard überschreitenden Beziehungen sei der Privatbesuch des slowakischen Premiers Mikulas Dzurinda am kommenden Freitag in Prag, sagte nach dem Treffen der tschechische Regierungssprecher Libor Roucek.

Britische Parlamentarier in Prag

Eine Delegation des britischen Parlaments hat heute den tschechischen Senat besucht. Die britischen Parlamentarier boten dem Senatsvorsitzenden Petr Pithart Assistenz, Hilfe und Beratung bei der Vorbereitung der Tschechischen Republik auf den EU-Beitritt an. "Ich halte es für sehr positiv, dass das britische Parlament diese Gruppe geschaffen hat. Es handelt sich um die Äußerung eines außerordentlichen Interesses und gerade das, was wir brauchen," sagte nach dem Treffen Petr Pithart.

Beileidstelegramm an Präsident Putin

Der tschechische Präsident Vaclav Havel hat ein Beileidstelegramm an seinen russischen Amtskollegen Vladimir Putin geschickt, und zwar im Zusammenhang mit den terroristischen Angriffen im Süden Russlands. Präsident Havel äußert darin sein tiefes und aufrichtiges Beileid mit Personen, deren Verwandte und Freunde verletzt und getötet wurden, sowie die Hoffnung, dass es bald gelinge, die Urheber der Gewalttaten zu finden.

Fortschritt der Beitrittsverhandlungen

Einen deutlichen Fortschritt erhofft man sich von der ersten Runde der Beitrittsgespräche zwischen der EU und neuen Kandidatenländern Ende dieser Woche. Die Nachrichtenagentur CTK informierte darüber heute unter Berufung auf schwedische Quellen. Die Tschechische Republik wird die Behandlung von weiteren zwei Kapiteln abschließen.