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Tschechien protestiert gegen EU-Einstufung in BSE-Risikogruppe

Die Tschechische Republik hat dagegen protestiert, dass sie von der Europäischen Union in die Kategorie derjenigen Länder eingestuft wurde, in denen es nach hoher Wahrscheinlichkeit zum Ausbruch der Rinderseuche BSE kommen wird. In einem Brief an den EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, David Byrn, forderte Landwirtschaftsminister Jan Fencl eine Umbewertung der von der EU vorgenommenen Klassifizierung. Das Eintreffen von Fencls Brief wurde am Dienstag in Brüssel jedoch nicht bestätigt. Fencls Sprecher Pavel Kovar erklärte unterdessen gegenüber der Nachrichtenagentur CTK, im vergangenen Jahr sei die Tschechische Republik von der EU noch in eine niedrigere Risikogruppe eingestuft worden, und seitdem seien alle Tests zur Diagnose der BSE-Seuche negativ ausgefallen.

Volkszählung: Amt für Datenschutz befürchtet weiterhin Missbrauch der Daten

Das Amt für Datenschutz betrachtet das vom Tschechischen Statistischen Amt in Auftrag gegebene Gutachten über die Sicherheitsvorkehrungen bei der computergestützten Bearbeitung der Daten, die bei der Volkszählung Anfang März erhobenen Daten wurden, nicht als verbindlich. Dies erklärte der Vorsitzende des Amtes für Datenschutz, Karel Neuwirt, am Dienstag auf einer Internetkonferenz, bekundete jedoch gleichzeitig das Interesse seines Amtes an den Ergebnissen des Gutachtens. Neuwirt erklärte weiter, das Amt für Datenschutz werde die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen durch eigene Gutachter und weitere Fachleute beurteilen lassen. Aufgrund seiner Zweifel an dem ausreichenden Schutz der bei der Volkszählung erhobenen Daten gegen Missbrauch hatte das Amt für Datenschutz vor einiger Zeit das Statistische Amt aufgefordert, mit der computergestützten Bearbeitung der Daten noch nicht zu beginnen.

Voraussichtlich geringe tschechische Arbeitsmigration nach EU- Osterweiterung

Der Anteil der Tschechen, die nach der EU-Osterweiterung eventuell ein Arbeitsverhältnis in Westeuropa antreten würden, beläuft sich auf schätzungsweise 1,7%. Diese Zahl gab das Forschungsinstitut für Arbeit und soziale Angelegenheiten auf dem internationalen Symposium zur "Freizügigkeit der Arbeitskräfte nach der EU-Ost-Erweiterung" bekannt, das am Montag und Dienstag im westböhmischen Karlovy Vary/Karlsbad stattfand. Nach Analysen vom vergangenen Jahr schließen ungefähr 90,5% der Tschechen die Arbeitsmigration in ein anderes Land aus. Von denjenigen, die wahrscheinlich eine Arbeit im Ausland annehmen würden, denken mehr als zwei Drittel an einen kurzfristigen Arbeitsaufenthalt von einigen Monaten bis zwei Jahren. Die am meisten bevorzugten Länder sind dabei Deutschland, die USA und Kanada, Großbritannien sowie Österreich.

In Tschechien lebende Ausländer dürfen ihre Führerscheine behalten

Ausländer, die mit einer längerfristigen Aufenthaltsgenehmigung in Tschechien leben und hierzulande seit dem 1. April einen tschechischen Führerschein vorweisen müssen, dürfen den Führerschein aus ihrem Heimatland behalten. Dies teilte die Sprecherin des Verkehrsministeriums, Lida Roubcova, am Dienstag der Nachrichtenagentur CTK mit. Zunächst sollte die neue Regelung vorsehen, dass die in Tschechien lebenden Ausländer ihren ursprünglichen Führerschein gegen einen tschechischen eintauschen und erst nach Beendigung ihres längerfristigen Aufenthaltes wieder zurückerhalten.

In Prag wird Filmfestival "One world" fortgesetzt

Das 3.Internationale Dokumentarfilm-Festival, das der Menschenrechtsthematik gewidmet ist und den Titel "One world" trägt, wird am heutigen Mittwoch in Prag fortgesetzt. Es wird von der Gesellschaft "Mensch in Not" veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft von Präsident Vaclav Havel sowie der UN- Kommissarin für Menschenrechte, Mary Robinson. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im anschließenden Tagesecho.