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Jiri Rusnok wird zum Finanzminister ernannt

Der tschechische Präsident Vaclav Havel wird am Freitag Jiri Rusnok zum neuen Finanzminister des Landes ernennen. Rusnok löst Pavel Mertlik ab, der dieser Tage zurückgetreten ist. Präsident Havel nahm Mertliks Rücktrittsgesuch am Donnerstag entgegen. Darüber informierte der Staatspräsident am Donerstag auf der Prager Burg nach seinem Treffen mit Pavel Mertlik. Rusnok war bisher Vizeminister für Arbeit und Soziales. Präsident Havel erklärte, er habe Mertlik für seine Arbeit gedankt und er bedauere es, dass Mertlik zurückgetreten sei. Pavel Mertlik dankte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Präsident Havel den Angestellten des Finanzministeriums, Premier Zeman und dem Staatspräsidenten für die Zusammenarbeit. Er erklärte, er sei zufrieden, dass Jiri Rusnok sein Nachfolger sein wird. Er sei -- so Mertlik -- ein guter Ökonom und ein Experte im Bereich der Staatsverwaltung. Der Gouverneur der Tschechischen Nationalbank, Zdenek Tuma, hofft, dass die gute Zusammenarbeit mit dem Finanzressort auch nach Jiri Rusnoks Amtsantritt fortgesetzt wird.

Rusnok: Privatisierung tragender Unternehmen muss fortgesetzt werden

Der Privatisierungsprozess, in dessem Rahmen die Tschechische Republik versucht, die größten Staatsunternehmen zu verkaufen, muss auch nach dem Rücktritt von Finanzminister Pavel Mertlik fortgesetzt werden. Dies erklärte Jiri Rusnok, der Mertlik im Amt ablösen wird, gegenüber der Presseagentur Reuters.

Kalousek trat vom Posten des KDU-CSL-Vizechefs zurück

Der Vizevorsitzende der Christdemokraten, Miroslav Kalousek, ist am Donnerstag von seinem Amt zurückgetreten. Er entschied sich zugleich, auf seinen Posten im politischen Rat der Viererkoalition sowie in deren Schattenkabinett zu verzichten. Dies gab Kalousek auf einer Pressekonferenz in Prag bekannt. Seinen Rücktritt begründete er damit, dass er die Vertrauenswürdigkeit der KDU-CSL und der Viererkoalition bewahren möchte vor unbegründeten Anschuldigungen, die gegen ihn in den letzten Tagen von seinem Parteikollegen Cyril Svoboda und von der Vizevorsitzenden der Freiheitsunion, Hana Marvanova, erhoben wurden. Kalousek forderte sie auf, ihre Beschuldigungen nachzuweisen. Der Leader der Viererkoalition, Karel Kühnl, bezeichnete Kalouseks Rücktritt von seinem Posten im Schattenkabinett der Viererkoalition als Schritt eines verantwortungsbewussten Politikers.

Tschechische Spediteure verlangen künftig freien Zugang zum EU-Markt

In den EU-Ländern wird bald eine Diskussion darüber entfesselt, ob der Zutritt auf Transportmärkte der EU für die neuen EU-Länder vorübergehend beschränkt werden soll. Tschechische Transportunternehmer sind jedoch gegen sämtliche Einschränkungen. Der Präsident des Tschechischen Verbandes der Transportunternehmer, Otto Slavik, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur CTK, dass sich tschechische Transportunternehmer dafür einsetzen werden, dass den tschechischen Spediteuren nach dem EU-Beitritt Tschechiens freier Zugang zum EU-Markt erlaubt wird.

Ekert überreichte Präsidialkanzlei Dokumente kubanischer Dissidenten

Der sozialdemokratische Abgeordnete, Milan Ekert, hat der Präsidialkanzlei Dokumente über die Problematik der Menschenrechte in Kuba überreicht, die kubanische Dissidenten dem tschechischen Staatspräsident Vaclav Havel geschickt haben. Unter den Dokumenten ist ein Schreiben der Dissidenten an Präsident Havel sowie die Information über eine Petition, deren Ziel es ist, ein Referendum über die Menschenrecht in Kuba durchzuführen. Ekert erklärte, dass tschechische Abgeordnete die Dokumente während ihres Treffens mit den kubanischen Dissidenten Anfang April erhielten, als sie an der Tagung der Interparlamentarischen Union in Havana teilnahmen.

Politische Probleme zwischen Tschechien und Kuba wirken sich nicht negativ auf Handel aus

Die jetzige zugespitzte politische Lage zwischen der Tschechischen Republik und Kuba hat keinen unmittelbaren Einfluss auf die Handelsbeziehungen. Dies erklärte der Leiter der Vertretung der Firma Skodaexport in Havana, Jiri Chyba, am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur CTK. Er fügte hinzu, die Kubaner seien pragmatisch und interessierten sich vor allem für Preise, Qualität und Zahlungsbedingungen.

Coppa: Der tschechisch-vatikanische Vertrag ist kein Konkordat

Der vorbereitete tschechisch-vatikanische Vertrag über die Beziehung Staat- Kirche soll nach den Worten des apostolischen Nuntius Giovanni Coppa kein Konkordat sein und sich nicht mit der Restitution des Eigentums befassen. In diesem Zusammenhang soll in dem Vertrag nur ein Verweis auf künftige Verhandlungen auftauchen. Darüber informierte der Botschafter des Vatikans in seiner Erklärung, die er der CTK zur Verfügung stellte. Mit der Erklärung reagierte er auf die Interpellation des Vizechefs des auswärtigen Abgeordnetenausschusses, Jan Zahradil. Der Abgeordnete ließ am Montag verlauten, der Vertrag nähere sich einem Konkordat.

Chef des TV-Senders Nova Zelezny drohen bis zu 8 Jahre Freiheitsentzug

Der Chef des tschechischen privaten TV-Senders Nova, Vladimir Zelezny, ist am Donnerstag beschuldigt worden, einem Gläubiger großen Schaden zugefügt zu haben. Zelezny drohen daher bis zu acht Jahre Freiheitsentzug. Vladimir Zelezny darf nach dem jüngsten Gerichtsurteil nicht mit seinem Anteil an der Gesellschaft CET 21 wirtschaften, die im Besitz der Lizenz für die Sendungen des privaten TV-Senders Nova ist. Das gab die Nachrichtenagentur CTK bekannt. Das Gericht ging dabei von einem Antrag des zuständigen Finanzamtes aus, der festhält, dass Zelezny für das Jahr 1997 noch Steuerschulden in Höhe von mehr als 50 Mio. Kronen offen stehen hat.

Landwirtschaftsministerium vereinbarte Rindfleischexport nach Russland

Das tschechische Landwirtschaftsministerium hat mit dem russischen Landwirtschaftsressort einen Rindfleischimport aus Tschechien vereinbart. Die russische Nachfrage beläuft sich auf ca. 30-40 Tonnen Rindfleisch. Darüber informierte am Donnerstag der tschechische Landwirtschaftsminister Jan Fencl. Tschechien kann das Rindfleisch jedoch erst dann ausführen, wenn Russland das Importverbot für alle Tierprodukte aus Europa aufheben wird.

Dagmar Peckova sang im Prager Rudolfinum

Die international berühmte tschechische Mezzosopranistin, Dagmar Peckova, hat sich am Mittwoch mit einem Liederabend im Prager Rudolfinum vorgestellt. Die Sängerin erinnerte mit dem Konzertabend an ihre 15-jährige Zusammenarbeit mit dem Pianisten Jaroslav Saroun. Nach der tschechischen Sängerin wurde jetzt ein kleiner Planet benannt. Das Zeugnis über die Benennung des Planeten wurde Dagmar Peckova von der Tschechischen astronomischen Gesellschaft nach dem Konzertabend überreicht.

In Tschechien begannen Schulferien Für tschechische Schüler haben am Donnerstag die Osterferien begonnen. Auf die Schulbänke werden die Schüler am Dienstag, dem 17. April, zurückkehren.