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Außenminister Kavan setzt Nah-Ost-Besuch in Syrien fort

Der tschechische Außenminister Jan Kavan hat heute, Montag, seinen zweitägigen Besuch in Syrien begonnen. Auf Ministerebene waren beide Länder zum letzten Mal im Jahr 1994 in Kontakt getreten und so hat die Tschechische Republik ein außergewöhnliches Interesse daran, dass der Besuch zu positiven Verhandlungen führen möge. Bereits am Sonntag hatte Kavan in Amman mit seinem jordanischen Amtskollegen Abdalláh Chatíb über bilaterale Fragen, die erforderliche Verbesserung des Handelsaustauschs mit Jordanien und über die aktuelle Situation im Nahen Osten verhandelt.

Gross: Lustrationsskandal kein Grund für Streit mit Verteidigungsressort

Wegen des Skandals um die gefälschten Unbedenklichkeits-Bescheinigungen, die Anfang der 90er Jahre unberechtigt an ehemalige Mitarbeiter des kommunistischen Geheimdienstes (StB) der damaligen Tschechoslowakei ausgestellt worden sind, sei zwischen dem Innen- und dem Verteidigungsministerium der Tschechischen Republik kein Zwist entflammt. Dies erklärte Innenminister Stanislav Gross heute Montag im Tschechischen Rundfunk. Das Innenministerium hatte in den vergangenen Tagen festgestellt, dass in den Jahren 1991 und 1992 an Hunderte von Agenten der ehemaligen tschechoslowakischen Staatssicherheit (StB) gefälschte Unbedenklichkeits- Bescheinigungen bei der Überprüfung ihrer Person ausgestellt und nicht wenige von ihnen beim hiesigen Verteidigungsministerium angestellt worden sind. Des weiteren erklärte Gross auf einer heute stattgefundenen Pressekonferenz, dass für die Ausgabe der gefälschten Lustrationsbescheinigungen eindeutig das damalige Innenministerium verantwortlich sei. Gross hat gemeinsam mit dem Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik, der ebenfalls der Pressekonferenz beiwohnte, erklärt, dass beide Ministerien in diesem Vorfall koordiniert vorgehen werden.

Havel: Durchleuchtungsgesetze können nicht vollkommen sein

Präsident Vaclav Havel sagte bereits nach der Annahme der Durchleuchtungsgesetze im Jahre 1991, dass der Durchleuchtungsprozess nicht vollkommen sein kann. Zum konkreten Fall der gefälschten Lustrationsbescheinigungen, die Anfang der 90er Jahre ehemalige Mitarbeiter des kommunistischen Geheimdienstes erhalten haben, wird sich Präsident Havel aufgrund mangelhafter Informationen vorerst nicht äußern. Dies teilte Präsidentensprecher Ladislav Spacek heute/am Montag der Nachrichtenagentur CTK mit.

Verteidigungsübung Tabor 2001

Die Lösung von Krisensituationen und die Planungen zur Verteidigung und zum Schutz des tschechischen Territoriums gehören zu den Hauptthemen der Übung Tabor 2001 des Oberbefehlsstabes der Armee, die vom 4. bis 7. Juni stattfindet. "Das Ziel ist es, die Planungen bei der mobilen Entfaltung des Heeres und die Lösung von Krisensituationen zu vervollkommnen," sagte Offizier Petr Svatos dazu gegenüber der Nachrichtenagentur CTK.

Tschechische Studenten stellten EU-Kandidatenland Tschechien in Niederlanden vor

Der niederländische Außenminister Jozias van Aartsen und der Staatssekretär für europäische Angelegenheiten Dick Benschop haben am Wochenende mit ca. dreißig tschechischen Studenten diskutiert, die im Rahmen einer Fahrradroute sechs niederländische Städte besucht haben. Die Reise der tschechischen Studenten hatte zum Ziel, den niederländischen Studenten Tschechien als EU- Kandidatenland näher zu bringen und sich gleichzeitig mit möglichen Ängsten vor der EU-Erweiterung auseinander zu setzen. Diese Veranstaltung wurde vom Außenministerium im Rahmen der Kommunikationsstrategie vor dem EU- Beitritt unterstützt.

Projekt über Bohumil Hrabal in Paris

Mit der Theaterinszenierung des Buches "Allzu laute Einsamkeit" in tschechischer und französischer Sprache begann am Wochenende in Paris eine Reihe von Veranstaltungen, die dem berühmten tschechischen Schriftsteller Bohumil Hrabal gewidmet sind. Die Huldigung des "großen tschechischen Schriftstellers der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts," wie Hrabal in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung Liberation bezeichnet wurde, schließt neben Theateraufführungen auch eine Filmschau von Filmen, die nach seinen Büchern gedreht wurden, sowie ein Kolloquium auf der Universität Sorbonne ein. Einer der Organisatoren des Projektes führte an, dass Hrabal viel ins Französische übersetzt wurde und daher der gebildeten Öffentlichkeit bekannt sei.