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Tschechien bekommt 65,4 Millionen Euro

Die Tschechische Republik wird im Rahmen des Programms Phare für das Jahr 2001 65,4 Millionen Euro erhalten. Ein Finanzmemorandum über die Überweisung der Geldmittel wird heute Mittwoch von dem stellvertretendem Finanzminister Tomas Potmesil und dem Leiter der Delegation der Europäischen Kommission in der Tschechischen Republik Ramiro Cibrian unterschrieben. Der Nachrichtenagentur CTK teilte dies gestern die Presseabteilung des Ministeriums mit.

Keine verhafteten Tschechen in Göteborg

Unter den Personen, die in Göteborg während des EU-Gipfeltreffens von der schwedischen Polizei festgehalten wurden, sind keine tschechischen Staatsbürger. Laut polizeilichen Angaben wurden Bürger aus Schweden, Dänemark, Deutschland, Norwegen, Finnland, Großbritannien, Iran, Italien und Uruguay bei den Demonstrationen verhaftet.

Tschechen befürworten Referendum über EU-Beitritt Tschechiens

Eine deutliche Mehrheit aller tschechischen Bürger, ca. drei Viertel, sind mit einem Referendum über den EU-Beitritt Tschechiens einverstanden. Der Wille, an diesem Referendum teilzunehmen, ist allerdings nicht mehr so groß. Ein Drittel erwägt, an der Abstimmung teilzunehmen, zehn Prozent würden sich nicht beteiligen. Dies wurde bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts STEM im März festgestellt, deren Ergebnisse am Montag die Nachrichtenagentur CTK erhalten hat. Aus derselben Umfrage geht hervor, dass die Hälfte aller Tschechen der Ansicht ist, Tschechien sei auf den EU-Beitritt zumindest so gut wie Polen und Ungarn vorbereitet.

Fest der Musik

Zum siebten Mal wird dieses Jahr am kommenden Donnerstag in tschechischen Städten und Gemeinden die Musik erklingen. Das Fest der Musik, an dem die Musiker auf die Strassen und in die öffentlichen Gebäude aufbrechen um dort mit unentgeltlichen Auftritten Freude zu schenken, wurde zum ersten mal in Frankreich 1982 gefeiert. Die Tschechische Republik beteiligt sich an diesem Fest seit 1996. Dieses Jahr sei es gelungen, in mehr als 200 Städten und Gemeinden Tschechiens Bedingungen für die Konzerte zu schaffen, sagte am Montag der Nachrichtenagentur CTK die Koordinatorin der Feierlichkeiten in Tschechien, Zdenka Kukalova.

Erinnerungsakt zum Todestag der tschechoslowakischen Fallschirmspringer

An die 200 Menschen haben heute an den Todestag der tschechoslowakischen Fallschirmspringer erinnert, die im Jahre 1942 an dem Attentat auf Reinhard Heydrich beteiligt waren. Der Erinnerungsakt hat vor der orthodoxen Kirche des Heiligen Kyrill und Method in der Prager Resslova Strasse stattgefunden. In dieser Kirche hatten sich die Fallschirmspringer nach dem Attentat verborgen gehalten. Heute vor 59 Jahren sind sie im Kampf mit den Nazi-Okkupanten gestorben.

An die Ereignisse erinnert eine Gedenktafel sowie Schussspuren, die heute noch am Gebäude zu sehen sind.

Angeklagte Ungarin freigesprochen

Das Bezirksgericht von Prag 1 hat heute eine junge Ungarin von der Anklage, einen Beamten angegriffen zu haben, freigesprochen. Zu dem Angriff sei es angeblich im vergangenen Jahr bei den Protesten gegen die Tagung des Internationalen Währungsfonds gekommen. Die Richterin Beranova begründete diese Entscheidung damit, dass nicht bewiesen werden konnte, dass die Tat von der Angeklagten verübt worden sei. Die angeklagte Ungarin ist zu der Gerichtsverhandlung zwar nicht eingetroffen, sie hat aber die Ladung übernommen und so konnte die Verhandlung auch ohne ihre Anwesenheit abgewickelt werden.

Anklage wegen unerlaubten Rauschmittelbesitz

Wegen unerlaubten Rauschmittelbesitzes wurde Petr Chobot angeklagt, der am Samstag ein Meditationsseminar veranstaltet hatte. Bei diesem Seminar haben sich 32 Teilnehmer durch ein Getränk, dass ihnen der Veranstalter servierte und das das Gift Skopolamin enthielt, schwer vergiftet. Das Labor bestätigte am Sonntag, dass der Tee aus Stechapfel gekocht wurde. Chobot sagte am Sonntag der Nachrichtenagentur CTK, er wisse nicht, wie dieser schädliche Stoff dem Tee beigemischt worden sei.

Zu wohltätigen Zwecken spenden Tschechen gerne

Für wohltätige Zwecke hat im vergangenen Jahr fast die Hälfte aller Tschechen, konkret 49 Prozent gespendet. Von diesen wiederum die Hälfte mehr als einmal. Die Menschen spendeten gern für die Hilfe im Inland. Dies geht aus der Umfrage des Zentrums für Meinungsforschung CVVM hervor. Die Umfrage stellt ebenfalls fest, dass die meisten Menschen nur deshalb eine Spende verweigerten, weil sie eine Veruntreuung ihrer Gelder befürchteten.