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Britische Flughafenkontrollen in Prag-Ruzyne wieder aufgenommen

Ab heute werden auf dem Prager Flughafen Passagiere vor der Reise nach Großbritannien wieder kontrolliert. Die britische Botschaft begründete die Kontrollen und eventuelle Zurückweisung von Reisenden mit der Häufung von Asylanträgen tschechischer Bürger. Nach Informationen des britischen Innenministeriums haben im Juli dieses Jahres 105 Menschen aus Tschechien Asylanträge in Großbritannien gestellt. Großbritannien hatte Mitte Juli bereits begonnen, Reisende schon vor dem Abflug zu kontrollieren.

Britische Beamte fragten die Passagiere nach dem Grund ihrer Reise, bzw. der Geldsumme, die sie mit führten usw. Dabei waren innerhalb von drei Wochen 130 Personen " meistens Roma - wegen potenzieller Asylsuche zurückgewiesen worden. Nach Protesten der Roma- und der Menschenrechtsorganisationen wurden die Kontrollen am 10. August beendet. Das tschechische Kabinett stimmte der Wiedereinführung der Kontrollen zu.

Ombudsmann hat keine Kompetenzen, um in die britischen Kontrollen in Ruzyne einzugreifen

Das Amt des tschechischen Ombudsmanns hat keine Kompetenzen, um sich in der Problematik der Kontrollen der Passagiere auf dem Prager Flughafen deren direkt zu engagieren. Dies ging aus der Erklärung des Ombudsmanns Otakar Motejl in der am Sonntag vom privaten Sender Prima ausgestrahlten Fernsehdebatte hervor. Motejl stellte fest, wenn die Kontrollen wieder eingeführt werden, wird er seine frühere schriftliche Kommunikation mit dem Vorsitzenden der britischen Kommission für die Rassengleichberechtigung, Gurbux Singh, fortsetzen. Die Tschechische Regierung stimmte der Wiedereinführung der britischen Kontrollen am vergangenen Mittwoch zu.

Österreichische Atomkraftgegner überreichten Kofi Annan einen Aufruf gegen das AKW Temelin

Vertreter österreichischer Atomkraftgegner haben dem UN-Generalsekretär Kofi Annan einen Aufruf überreicht, in dem die UNO aufgefordert wird, die Gegner des südböhmischen Atomkraftwerks Temelin zu unterstützen und eine Reform der Internationalen Atomenergiebehörde durchzuführen. Darüber wurde die Nachrichtenagentur CTK von den österreichischen Atomkraftgegnern informiert. Kofi Annan weilt momentan zu Besuch in Österreich.

Bessere Lebensbedingungen für tschechische Soldaten in Mazedonien

Die Lebensbedingungen tschechischer Fallschirmjäger, die am NATO-Einsatz in Mazedonien teilnehmen, sind in den letzten Tagen besser geworden. Die Probleme mit der Versorgung und Hygiene wurden der Nachrichtenagentur CTK zufolge inzwischen gelöst.

Dienstbier spricht sich skeptisch über den NATO-Einsatz in Mazedonien aus

Der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Jugoslawien, Jiri Dienstbier, ist skeptisch, was die jetzige NATO-Operation in Mazedonien anbelangt, bei der die NATO Waffen von den albanischen Rebellen einsammeln will. Dienstbier erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur CTK, die Lage sei sehr gefährlich und das Ziel der Operation sei absurd, da die Rebellen seiner Meinung nach nur das, was sie wollen, abgeben werden. Der Rest der Waffen sei " so Dienstbier " inzwischen versteckt worden.

Tschechische KFOR-Soldaten ausgezeichnet

198 Männer und zwei Frauen von der 7. Aufklärungskompanie, die vom Januar bis zum Juli dieses Jahres im Rahmen der KFOR-Truppen im Kosovo eingesetzt wurde, sind am Sonntag im mährischen Kromeriz/Kremsier mit einem Gedenkabzeichen "Für den Dienst in den KFOR-Truppen" ausgezeichnet worden. Die Soldaten halfen u. a. bei der Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat.

20 Skinheads in Pilsen festgenommen

Über zwanzig Teilnehmer eines von den Skinheads privat organisierten Konzerts im Pilsner Klub Chicago sind am Sonntag in der Nacht von der Polizei festgenommen worden. Die Veranstaltung wurde von der Polizei in dem Augenblick beendet, als die Skinheads den Namen des Nazi-Führers Rudolf Hess zu rufen begannen.

1000 tschechische Pilger nahmen am Gottesdienst im polnischen Trzebnice teil

An die 1000 Pilger aus Tschechien haben am Samstag im polnischen Trzebnice an einem Gottesdienst anlässlich des 5. Gründungstags der Diözese Ostrau- Troppau teilgenommen. In Trzebnice ist die Patronin der Diözese, die heilige Hedwig, bestattet.